Die Fondsgesellschaft Comgest hat für zwei ihrer Fonds neue Anteilsklassen mit einer festen jährlichen Ausschüttung aufgelegt. Beim Flaggschiff für europäische Aktien, dem Comgest Growth Europe, stehen Tranchen für Privatanleger (ISIN IE00BGPZCK54) und institutionelle Investoren (IE00BGPZCL61) zur Verfügung. Der Comgest Growth Emerging Markets, ein Schwesterportfolio des Magellan, wird nun in einer weiteren Anteilsklasse mit fester Ausschüttung für Privatanleger angeboten (IE00BGPZCJ40).

Die Anteilsklassen schütten unabhängig von der Ertragslage des Fonds jeweils zum Quartalsende einen Betrag in Höhe von einem Prozent des Nettoinventarwertes (NAV) aus. Damit reagiert Comgest auf den Umstand, dass Anleger, die regelmäßige Ausschüttungen anstreben, am Rentenmarkt keine ausreichenden Renditen mehr erwirtschaften.

"Regelmäßige Einnahmen auf Aktienbasis"
"Mit den neuen ausschüttenden Anteilsklassen für zwei unserer erfolgreichsten Strategien wollen wir Anlegern in Zeiten anhaltender Niedrigzinsen eine Alternative für regelmäßige Einnahmen auf Aktienbasis bieten", sagt Thorben Pollitaras, seit knapp zwei Jahren Deutschland-Geschäftsführer von Comgest.

Ein wichtiger Unterschied zu Renteninvestments bleibt: Wer eine Anleihe kauft, weiß von vornherein, wie hoch der jährliche Kupon in Euro gerechnet ausfallen wird. Bei Fonds mit fester Ausschüttung ist dagegen nur der Prozentsatz fixiert. Der Betrag in Euro kann von Quartal zu Quartal unterschiedlich ausfallen, schließlich schwankt der NAV. Ein fester Euro-Zahlungsstrom lässt sich mit derartigen Fonds deshalb nicht strukturieren.

Suche nach schnell wachsenden Qualitätsunternehmen
Die 1985 in Paris gegründete Fondsgesellschaft Comgest verfolgt einen "Quality Growth"-Ansatz. Die Portfoliomanager versuchen, Unternehmen zu finden, deren Gewinne langfristig überdurchschnittlich und dynamisch wachsen – und das bei einer hoher Vorhersehbarkeit der Ergebnisse. Die Titel verbleiben Comgest zufolge in der Regel mindestens fünf Jahre in den Fonds. (bm)