Commerz Real startet Infrastruktur-Pendant zum Klimavest
Die Zahl der absatzstarken ELTIFs ist nach wie vor überschaubar. Zu den wenigen wirklich erfolgreichen Anbietern zählt Commerz Real mit dem Klimavest. Die Sachwertetochter der Commerzbank lanciert nun einen ähnlichen Fonds, der Privatanlegern Investments in Infrastrukturprojekte ermöglichen soll.
Commerz Real, die Sachwerte-Tochter der Commerzbank, hat mit dem Infravest ELTIF einen neuen Infrastrukturfonds für Privatanleger aufgelegt. Er wird in die Sektoren Versorgung, Kommunikation, Transport, Energie und Soziales vorwiegend in Deutschland investieren. Der neue Fonds tritt neben den Klimavest ELTIF, der aktuell 1,7 Milliarden Euro verwaltet und damit Deutschlands erfolgreichster Vertreter dieses recht jungen Fondstyps ist, und den 15,3 Milliarden Euro schweren offenen Immobilienfonds Hausinvest.
"Die Schnittmenge aus politischem Willen, gesellschaftlichem Bedarf und wirtschaftlichem Potenzial schafft ein einzigartiges Momentum, das wir mit dem Infravest für Anleger nutzen wollen", sagt Commerz-Real-Vorstandschef Henning Koch.
Möglicher Zielkonflikt bei Energie-Investments
Der Infravest kann nicht nur Direktinvestments tätigen, sondern auch Geld in andere Fonds allokieren. Vor allem im Energiesektor kann es allerdings auch zu Überschneidungen mit den Investitionszielen des Klimavest kommen, weil beide entsprechende Schwerpunkte setzen.
FONDS professionell ONLINE fragte nach, wie Commerz Real mit dem sich daraus möglicherweise ergebenden Interessenkonflikt umgeht. "Wir haben klare Allokationsmechanismen etabliert", teilt ein Sprecher der Commerz Real mit. Der Infravest investiere "deutlich breiter" als der Klimavest in Infrastruktur: "Der Fonds investiert neben Energie auch in die Sektoren Versorgung, Transport, Kommunikation und Soziales." Während der Klimavest den Fokus auf nachhaltige Energieerzeugung, Übertragung und perspektivisch Speicherung lege, decke der Infravest eine noch größere Bandbreite an Infrastruktursegmenten ab.
Eckdaten des Fonds
Der Infravest strebt eine langfristige Nettorendite von jährlich fünf bis sechs Prozent auf Fondsebene an. Die Wertschöpfung soll durch Erträge aus langlaufenden Nutzungsverträgen und durch aktives Portfoliomanagement dargestellt werden. Für die Anteilklasse A ist eigentlich keine Mindestbeteiligung vorgesehen. Da der Fonds aber zunächst vor allem über die Commerzbank vertrieben wird, behält sie sich vor, eine Mindestbeteiligung von 10.000 Euro anzusetzen. Anteile können monatlich angedient werden, wenn sie zwölf Monate zuvor gekündigt wurden.
Die Steuerung des Fonds übernimmt Fondsmanager Sandro Berweiler, der im Oktober vergangenen Jahres zur Commerz Real stieß. Davor war er Portfoliomanager beim schwedischen Investment Manager EQT und beim deutschen Vermögensverwalter Feri. (tw)















