Die Deka steigt bei Riester aus. Die Fondsgesellschaft der Sparkassen-Gruppe wird ihre staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukte zwar nicht vom Markt nehmen, Anleger können also grundsätzlich noch Produkte zeichnen. Der Asset Manager stellt aber die Vertriebsunterstützung ein und wird die Produkte nicht mehr bewerben. Das berichtet das Magazin "Capital", die Deka hat die Informationen auf Nachfrage von FONDS professionell ONLINE bestätigt. Der Grund für den Schritt ist das Niedrigzinsumfeld, das es Anbietern so gut wie unmöglich macht, die vorgeschriebene Beitragsgarantie darzustellen und gleichzeitig eine auskömmliche Rendite zu erwirtschaften.

Um den Vertrieb der Riester-Rente für die Sparkassen noch unattraktiver zu machen, hat die Deka die Ausgabeaufschläge für die Fondssparpläne auf null gesenkt: Bislang müssen Kunden für den "Deka-Zukunftsplan Classic" 1,5 Prozent zahlen, für die "Bonusrente" 3,5 Prozent. Letzterer wurde aber schon 2017 für Neuabschlüsse gesperrt, Bestandskunden besparen den Plan aber weiterhin – ohne Agios. Die Fondsgesellschaft argumentiert hierbei, dass die rund 710.000 Bestandskunden durch die Abschaffung des Agios Geld sparen werden.

DWS stoppte Riester-Geschäft im Juli
Der Fondsmamager des Sparkassenlagers folgt damit anderen Anbietern von Riester-Fondssparplänen: Die DWS hatte im Juli das Riester-Neugeschäft eingestellt, die Sutor Bank schon im Mai. Auch einige Versicherer wie die LVM und die Stuttgarter gaben das Geschäft auf. Union Investment hat das Angebot zwar nicht gestoppt, verlängerte aber die Mindestlaufzeit der Verträge, um so die Chancen auf eine halbwegs ordentliche Rendite zu wahren. (jb)