Vermittler der DWS Riesterrente Premium müssen sich erneut auf niedrigere Provisionen einstellen: Zum 1. April senkt die Deutsche Asset Management die Abschluss- und Vertriebskosten ausgewählter Vorsorgeprodukte um 0,7 bis 0,8 Prozentpunkte.

Betroffen sind neben der Riesterrente auch der DWS Vermögenssparplan Premium und der DWS Premiumsparplan für Versorgungsausgleich. Das geht aus einer Mitteilung an Vertriebspartner hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt. Bei den DWS-Produkten Basisrente Premium, Toprente sowie Komfort Depot gibt es keine Änderungen.

Schuld sind einmal mehr die niedrigen Zinsen
"Hintergrund der Senkung der Abschluss- und Vertriebskosten ist erneut, dass die Zinsen noch immer niedrig sind", sagte Frank Breiting, Leiter Altersvorsorge des Investmenthauses, auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE. "Die Deutsche Asset Management will dem Kunden ein Angebot machen, das auf Sicht eine realistische Chance hat, eine Aktienquote aufzubauen", so Breiting. "Da die Zinsen 2016 erneut gesunken sind, hielten wir es für nötig, diesen Kostensatz erneut zu senken."

Bei der Deutschen AM ist von "Vertriebskosten" die Rede. Da diese Kostenposition zu 100 Prozent an die angebundenen Vermittlungsorganisationen weitergeleitet wird, ist sie mit der Provision gleichzusetzen.

Änderungen gelten nur für das Neugeschäft
Die Deutsche AM hatte die Abschlussprovision für die DWS Riesterrente Premium und weitere Altersvorsorgeprodukte bereits zum Jahreswechsel 2015/2016 von 5,5 auf 3,3 Prozent gesenkt (FONDS professionell ONLINE berichtete). Nun sinkt der Satz weiter auf 2,5 Prozent. Damit hat sich Courtage für Vermittler binnen anderthalb Jahren mehr als halbiert. Die Provision auf Einmal- und Zuzahlungen sowie Dynamik- und Beitragserhöhungen geht ab April von 3,0 auf 2,3 Prozent zurück, wie aus dem Schreiben hervorgeht.

Erst zu Mitte November hatte die Deutsche AM die Mindestlaufzeit zahlreicher Altersvorsorgeprodukte erhöht, um den Kunden trotz der niedrigen Zinsen weiterhin die Chance auf eine auskömmliche Rendite bieten zu können. Damals hieß es: "Die Abschluss- und Vertriebskosten, die Depot- und Fondsgebühren bleiben aktuell unverändert. Eine weitere Anpassung im Neugeschäft können wir angesichts der aktuellen Marktsituation allerdings nicht ausschließen." Nun war diese Änderung offensichtlich unumgänglich. Die geänderten Provisionssätze gelten nur für das Neugeschäft ab April 2017, alte Verträge sind nicht betroffen. (bm)