Der Fonds Deutsche Bank Zins & Dividende wird zum 1. Januar kommenden Jahres in DWS Multi Asset Income Kontrolliert umbenannt. "Der Fonds wird von einer Zweikomponentenstrategie auf eine Multi-Asset-Anlagestrategie umgestellt und kann somit flexibler agieren", heißt es in einer Anlegerinformation, die FONDS professionell ONLINE vorliegt.

Der 2012 für den Exklusivvertrieb der Deutschen Bank aufgelegte Fonds verwaltet rund zwei Milliarden Euro. Lange zählte er zu den Bestsellern in den Filialen, in diesem Jahr läuft der Absatz aber schleppend: In den ersten drei Quartalen zogen Anleger knapp 300 Millionen Euro aus dem Produkt ab, geht aus Zahlen des Branchenverbands BVI hervor.

Der Fonds soll trotz niedrigster Zinsen Ausschüttungen erwirtschaften
Bislang investiert Portfoliomanager Heiko Mayer mindestens 35 Prozent des Vermögens in Zinspapiere oder entsprechende Fonds. Bis zu 65 Prozent darf er in Aktien oder Dividendenfonds stecken. An der maximalen Aktienquote wird sich nichts ändern, aber das Spektrum der Anlageinstrumente wird deutlich größer: Mayer kann künftig unter anderem auch in Rohstoffderivate, Zertifikate, Optionsscheine und Wandelanleihen investieren.

"Ziel ist, dass der Fonds in einem Umfeld niedrigster Zinsen und auch im Umfeld steigender Zinsen Einkommen für den Anleger erwirtschaften und eine jährliche Ausschüttung generieren kann", teilte die DWS auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mit.

Die jährliche Pauschale sinkt, das maximale Agio steigt
Mit der Neuaufstellung des Fonds ändert die DWS außerdem die Gebührenstruktur: Die jährliche Kostenpauschale, die aktuell bis zu 1,7 Prozent per annum ausmachen konnte, sinkt auf höchstens 1,4 Prozent. Zuletzt stellte der Anbieter dem Fonds aber ohnehin nur 1,4 Prozent jährliche Gebühren in Rechnung, diese Änderung ist also eher kosmetischer Natur.

Der maximal mögliche Ausgabeaufschlag dagegen steigt von bislang drei auf künftig vier Prozent. Das erstaunt, schließlich geht der Trend branchenweit eher in die andere Richtung: Zahlreiche Anbieter senken insbesondere für Renten- und Mischfonds das Agio, um den Anlegern auch im Niedrigzinsumfeld eine Chance auf Rendite zu bewahren, zuletzt etwa Nordea Asset Management (FONDS professionell ONLINE berichtete). "Der Ausgebaufschlag ist laut Verkaufsprospekt eine 'Bis zu'-Regelung", betont die DWS. "Es steht dem Vertriebspartner frei, diesen in geringerer Höhe oder auch gar nicht zu erheben."

Mindestaktienquote erlaubt steuerliche Teilfreistellung
Eine weitere Änderung ist vor allem steuerlicher Natur: Die DWS schreibt dem Fonds eine Mindestaktienquote von 25 Prozent in den Verkaufsprospekt, damit Anleger eine Teilfreistellung in Anspruch nehmen können. Für Privatanleger bedeutet dies, dass 15 Prozent ihrer Erträge steuerfrei bleiben. (bm)