Der Finanzkonzern State Street ist der Dienstleister der neuen, aktiven börsengehandelten Fonds (ETFs) von Dimensional Fund Advisors. Dies teilte State Street mit. Das Haus kommt damit augenscheinlich bei seinem Bemühen vorangekommen, sich in der ETF-Branche als Servicegesellschaft zu positionieren. Der State-Street-Konzern dient einerseits bereits als Verwahrstelle für Fonds und ETFs. Mit seinem Asset-Management-Arm bietet er aber auch selbst ETFs unter dem Markennamen SPDR an.

Zuletzt hatten mehrere Servicegesellschaften angekündigt, beim Geschäft rund um aktive ETFs mitmischen zu wollen. So kündigten Hansainvest, IPConcept und zuletzt Universal Investment den Einstieg in den Markt an. Auch Amundi teilte mit, eine White-Label-Plattform aufbauen zu wollen. Als ersten Kunden nannte der größte europäische Fondsanbieter die Hamburger Gesellschaft Laiqon. Axxion aus Luxemburg wiederum ist bereits bei ETFs unterwegs und brachte solche Fonds für Frank Fischers Shareholder Value Management sowie für die Umweltbank auf den Markt.

Platzhirsch
Platzhirsch im White-Label-Bereich ist Han-ETF. Die Gesellschaft war 2017 von Hector McNeil und Nik Bienkowski gegründet worden. Die Citigroup kündigte den Aufbau eines entsprechenden Angebots an. Die US-Bank beteiligte sich zudem an Han-ETF. Daneben positioniert sich die Service-KVG Waystone in dem Segment. Und auch State Street hatte angekündigt, das Geschäft ausbauen zu wollen.

Das Unternehmen biete umfassende Dienstleistungen an, darunter Verwahrung, Depotverwaltung, Fondsbuchhaltung, ETF-Basket-Erstellung, Verwaltung von Ausgabe-/Rücknahmeaufträgen, ETF-Abwicklung, Transferstelle und Berichterstattung, heißt es weiter. "Unsere globale Führungsposition im Bereich ETFs und unsere robuste operative Infrastruktur versetzen uns in die einzigartige Lage, diese wichtige Produkteinführung von Dimensional zu unterstützen", lässt sich Ken Shaw, Leiter EMEA ETF Product bei State Street, in der Mitteilung zitieren. (ert)