Gestiegene Risikovorsorge

Gewinn nach Steuern: 512 Mio. Euro

 

(15. August 2002) Die Dresdner-Bank-Gruppe hat im ersten Halbjahr unter Einbeziehung des Ergebnisses aus Finanzanlagen einen Gewinn vor Steuern von 171 Mio. Euro erwirtschaftet. Nach Steuern lag der Gewinn bei 512 Mio. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Be­richtszeitraum des Vorjahres bedeutet dies einen Rückgang um rund 16 %.

Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge ging um rund 13 % auf 1 821 Mio. Euro, der Provisionsüberschuss um rund 14 % auf1 759 Mio. Euro zurück. Aufgrund kräftiger Ertragsrückgänge im Handel mit Zins- und Aktienprodukten lag das Handelsergebnis mit 335 Mio. Euro um rund 55 % unter dem für den Vergleichszeit­raum des Vorjahres. Angesichts der anhaltenden Schwäche der Konjunktur und der damit steigenden Zahl der Insolvenzen stieg die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 1 050 Mio. Euro. Höhere Vorsorgen waren für inländische Einzelengagements sowie für das ausländische Kreditportfolio vorzunehmen; hier standen die Zu­führungen auch in Zusammenhang mit den Geschäften in Latein­amerika.

Die Kostensenkungsprogramme der Bank zeigen deutliche Wir­kung. Der Verwaltungsaufwand konnte in den ersten sechs Mona­ten des Jahres um knapp 14 % gegenüber dem Vorjahreszeit­raum gesenkt werden. Der Personalaufwand ging um rund 13 % zurück, der Sachaufwand um rund 14 %. Die Kostensenkungs­maßnahmen werden weiter konsequent umgesetzt.

Der Vorstand der Dresdner Bank hat Ende Juli ein umfassendes zusätzliches Maßnahmenpaket beschlossen, um die Profitabilität der Bank zu steigern. Das Maßnahmenpaket besteht aus drei Teilen:

 

1. Separierung des Kreditportfolios, das nicht im strategischen Fokus der Bank steht, und Abwicklung des Portfolios im Rahmen eines eigenständigen Profit-Centers.

 

2. Intensivierung der Divisionalisierung durch Verlagerung wichtiger zentraler Dienstleistungsfunktionen in die Unterneh­mensbereiche und Verschlankung des Corporate Centers.

 

3.Weitere Schritte zur Kostensenkung mit dem Ziel, das beste­hende Kostensenkungsprogramm auf rund 2 Mrd. Euro zu erhöhen.

Wir sind überzeugt, dass wir mit dem zusätzlichen Maßnahmenpaket den Turnaround schaffen und unsere Profitabilität im operativen Bereich wiedergewinnen werden", so Dr. Bernd Fahrholz, Vorstands­vorsitzender der Dresdner Bank AG.

 

Die Entwicklung zum ersten Halbjahr 2002 im Einzelnen (erstes Halbjahr 2001):

 

 

- in Mio. Euro -

- in % -

Zinsüberschuss

    1 821   (2 091)

   - 13

Risikovorsorge

    1 050      (567)

   + 85

Provisionsüberschuss

    1 759   (2 045)

   - 14

Handelsergebnis

       335      (750)

   - 55

Übrige Erträge

    1 423      (956)

   + 49

Übrige Aufwendungen

       247      (254)

     - 3

Verwaltungsaufwand

    3 812   (4 405)

   - 14

Gewinn vor Steuern

       171      (616)  

   - 72

Ertragssteuern

    - 341          (8)  

 

Gewinn nach Steuern

       512      (608)  

   - 16

 

 

Der vollständige Abschluss für das erste Halbjahr 2002 kann dem Zwischenbericht entnommen werden, der ab dem 15. August im Internet zur Verfügung steht ( www.dresdner-bank.de ).

 

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

 

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