Signal Induna Asset Management investiert in ihrem Hansa-Werte ab dem 1. August auch in Aktien von Rohstoffunternehmen, teilte die Fondstochter des Versicherers mit. Bislang setzte das Portfolio nur auf die Preisentwicklung von Gold, Silber oder Platin und Palladium selbst. Edelmetalle, primär Gold, hätten bei der Mehrzahl der Anleger den Charakter einer Versicherung.

Es gebe aber Anleger, die mit einem Engagement in diesem Segment stärkere Performanceerwartungen verknüpften, erläutert der Anbieter. Diese Anleger würden zumeist auf klassische Minenaktien setzen. Mit diesen ließen sich die unterschiedlichen Marktphasen, welche die Rohstoffe häufig durchlaufen, allerdings nur begrenzt nutzen. Um zu einem verbesserten Verhältnis von Chancen und Risiken zu gelangen, bedürfe es einer an die Marktphasen angepassten Kombination aus Aktien des Sektors und den Edelmetallen selbst.

"Immer einen Blick wert"
"Edelmetalle sind immer einen Blick wert", sagt Nico Baumbach, Fondsmanager des Hansa-Werte. "Und das gilt auch für die Unternehmen, die an deren Wertschöpfungskette beteiligt sind. Denn mit dem weltweit steigenden Konsum, der aus den Entwicklungs- und Schwellenländern befeuert wird, steigt langfristig die Nachfrage nach Edelmetallen." Das schließe jedoch nicht aus, dass sich wieder schwächere Marktphasen einschleichen könnten. Mit seinem Fonds wolle er die neugewonnene Beweglichkeit nutzen, auf jede Entwicklung reagieren zu können.

"Unter Edelmetallaktien verstehen wir neben Minenunternehmen auch Unternehmen, welche von der weiteren Wertschöpfung rund um die Edelmetalle – also der Verarbeitung und dem Handel – profitieren", erläutert Baumbach. Zu seinen Favoriten zählten die liquiden Märkte Nordamerika, Australien und Südafrika. Aber auch abseits davon sehe er interessante Einzelwerte. Die Edelmetalle deckt Baumbach, der auch den Hansa-Gold lenkt, über börsengehandelte Rohstoffprodukte (ETCs) ab.

Fundamentale Abwägung und quantitative Signale
Baumbach investiert sowohl in Aktien als auch in Edelmetalle jeweils mindestens 25 Prozent des Fondsvermögens. Dabei wird die Allokation zwischen den Aktien und den vier Edelmetallen durch eine fundamentale Abwägung bestimmt, wobei ergänzend quantitative Signale Berücksichtigung finden. Der Fonds richte sich primär an Anleger, die darauf aus seien, mit ihrem Engagement im Edelmetallsektor Rendite zu generieren – die aber das Risikomanagement nicht außer Acht lassen möchten, heißt es von dem Anbieter. (ert)