Das Jahr 2019 ist kein gutes für die Commerzbank. Innerhalb von vier Monaten gab es nun schon die vierte Technikpanne bei dem Frankfurter Institut, meldet das "Handelsblatt". Am Montagmorgen konnten sich nicht alle Kunden der Commerzbank ins Onlinebanking einloggen. Wie es zu der Panne kam, werde innerhalb des Instituts noch analysiert. Zuletzt waren die Systeme am 1. Juli für einige Zeit ausgefallen.

Neben der Commerzbank patzen in den vergangenen Monaten auch die Deutsche Kreditbank (DKB) sowie die genossenschaftlichen Institute der PSD Bank Berlin-Brandenburg und Berliner Volksbank. Experten vermuten hinter den Ausfällen veraltete IT-Systeme, die womöglich Spitzenzeiten zum Monatsbeginn und -ende nicht bewältigen können. Die IT-Probleme einiger deutscher Banken hat auch die Finanzaufsicht Bafin auf dem Schirm und angekündigt, künftig auch die IT-Systeme der Institute auf ihre Sicherheit zu prüfen.

Umstellung auf P2D2 fordert Banken zusätzlich heraus
Ein weiterer Grund der aktuellen Commerzbank-Störung könnte der Start der neuen Zahlungsdienstleistungsrichtiglinie PSD2 sein. Wer nun sich nun online zum Banking einloggt, muss neben Benutzernamen und Passwort auch einen einmaligen Sicherheitscode (TAN) eintippen. Die doppelte Absicherung soll sicherstellen, dass nur der tatsächliche Kunde Zugriff auf das Online-Konto hat. Einige Kunden habe insbesondere der neue Login verwirrt. Bei der Onlinebank DKB sei deshalb am Montag die Hotline überlastet gewesen.

Und auch bei der Postbank hat es im Zuge der PSD2-Umstellung vor einer Woche eine mehrstündige Störung gegeben, schreibt die Düsseldorfer Wirtschaftszeitung. Bei einigen Kunden habe sich die Aufregung noch immer nicht gelegt: Auf Portalen wie Allestörungen.de lliefen unverändert Klagen von Nutzern ein, die Probleme mit ihrem Onlinezugang melden.(fp)