Die UBS Real Estate hat mit Wirkung ab dem gestrigen Mittwoch (25.3.) die Rücknahme und Ausgabe von Anteilen am von ihr verwalteten offenen Immobilienfonds UBS (D) Euroinvest Immobilien ausgesetzt. Die liquiden Mittel würden nicht ausreichen, die von Anlegern gewünschten Anteilsrückgaben zu bedienen und dabei eine ordnungsgemäße laufende Bewirtschaftung des Immobilien-Sondervermögens zu gewährleisten, heißt es in der Begründung der Geschäftsführung.

Gemäß KAGB kann die Rücknahme von Anteilen für eine Dauer von bis zu 36 Monaten ausgesetzt werden, wobei es alle zwölf Monate die Konditionen lockert, zu denen Portfolio-Immobilien veräußert werden dürfen. Seit einigen Monaten bemüht sich UBS verstärkt um den Verkauf einiger Fondsobjekte, darunter der Business Park "WTC Almeda" in Barcelona und ein Logistikobjekt im deutschen Bensheim.

Erste Schließung eines offenen Immobilienfonds mit Büroschwerpunkt
Seit Jahresbeginn haben bereits die beiden Wohnimmobilienfonds Wertgrund Wohnselect D und Fokus Wohnen Deutschland die Rücknahme von Anteilen ausgesetzt. Der UBS (D) Euroinvest Immobilien ist seit der Verabschiedung des KAGB im Jahr 2013 der erste offene Immobilienfonds mit Gewerbeobjekten, der – zumindest einstweilen – keine Anteile mehr zurücknimmt. 85 Prozent des Portfolios sind Büroimmobilien.

Der jüngste Quartalsbericht des Fonds weist ein Nettofondsvermögen von 410 Millionen Euro aus, wobei davon lediglich knapp 14 Millionen auf die Privatanleger-Tranche entfallen. Die 16 Liegenschaften des Portfolios sind durchschnittlich zu lediglich 77 Prozent vermietet, die gesetzlich mögliche Fremdkapitalquote ist mit 28,8 Prozent so gut wie ausgeschöpft. "Die hohe Leerstandsquote und die eingeschränkte Objektdiversifikation belasten das Produkt", sagte Sonja Knorr von der Ratingagentur Scope gegenüber der "Immobilien Zeitung", die als erste über die Anteilsaussetzung berichtete. (tw)