Die Nettomittelzuflüsse in Exchange Traded Products (ETPs) sind erheblich angestiegen. In den vergangenen zwölf Monaten sammelten die Produkte neue Gelder in Höhe von 41 Milliarden Euro ein. Dabei haben Investoren besonders breit diversifizierte europäische Fonds sowie Produkte auf Rohstoffe und festverzinsliche Papiere nachgefragt. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle Marktbericht vom ETF-Anbieter iShares.

"Die Nachfrage nach ETPs nimmt weiterhin zu, da Investoren nach Investitionsmöglichkeiten in transparente Produkte mit hoher Liquidität suchen", sagt Nizam Hamid, Head of Sales Strategy bei iShares Europe. "Die erheblichen Zuflüsse in Produkte auf einzelne Regionen unterstreichen die Nachfrage der Investoren nach breit diversifizierten Indizes, während die Investitionen in ETPs auf Emerging Markets zeigen, wie sehr das Vertrauen der Anleger in eine wirtschaftliche Erholung der Schwellenländer gestiegen ist", so Hamid weiter.

Verwaltetes Vermögen klettert um 28 Prozent

Das insgesamt in europäischen ETPs verwaltete Vermögen ist um 28 Prozent gestiegen und beträgt aktuell 137 Milliarden Euro. Die wichtigsten Ergebnisse des Marktberichts für die vergangenen zwölf Monate bis Ende Juli 2009 sind:

 - ETPs verzeichnen weiterhin Nettomittelzuflüsse. Investoren legten Gelder in Höhe von insgesamt 41 Milliarden Euro (19 Mrd. Euro seit Jahresanfang 2009) neu in den Produkten an. Das insgesamt in europäischen ETPs verwaltete Vermögen stieg damit auf mehr als 137 Milliarden Euro.

 - Die Mittelzuflüsse verteilen sich breit auf verschiedene Anlageklassen. Am stärksten gefragt waren Produkte auf Aktien-Benchmarks für einzelne Regionen. Auf sie entfielen mit 11 Milliarden Euro 28 Prozent der gesamten Mittelzuflüsse. Am meisten neue Mittel flossen dabei in breite pan-europäische ETFs gefolgt von Produkten auf weltweite Benchmarks wie dem MSCI World oder dem MSCI Emerging Markets.

 - Fonds auf festverzinsliche Wertpapiere gewannen 16 Prozent der gesamten Mittelzuflüsse. Der größte Anteil hiervon entfiel auf Produkte auf Unternehmensanleihen und kurzlaufende Staatsanleihen, was zulasten von ETFs auf den Geldmarkt ging, aus denen Investoren seit Jahresanfang 1,1 Milliarden Euro abzogen.

 - Rohstoffprodukte machten mit neuen Mitteln von 6,4 Milliarden Euro knapp 16 Prozent der gesamten Zuflüsse in ETPs aus. Auf Edelmetalle und insbesondere Gold entfielen dabei 73 Prozent der Investments in Rohstoffe.

 - In ETFs auf einzelne europäische Aktienmärkte legten Investoren neue Gelder in Höhe von 6,6 Milliarden Euro an, was rund 16 Prozent der gesamten Zuflüsse in ETPs entspricht. Die Zuflüsse entsprachen damit ungefähr dem Anteil der Länder-ETFs am insgesamt verwalteten Vermögen, blieben aber hinter den Zuflüssen in Benchmarks auf ausgewählte Regionen zurück.

 - Außerhalb des Anlageuniversums von europäischen Aktien-ETFs haben Fonds auf einzelne Emerging Markets in diesem Jahr erheblich an Attraktivität gewonnen. Mehr als zwei Milliarden Euro investierten Anleger in Produkte auf China und Brasilien. Bei den Investments in entwickelte Ländermärkte stach dagegen der US-Markt hervor.

Marktentwicklungen belegen Investmenttrends

"Rohstoffe finden, insbesondere in diesem Jahr, das Interesse der Investoren. Ihre Zuflüsse können teilweise als Fortsetzung des Trends angesehen werden, in Produkte zu investieren, die einen Schutz gegen eine steigende Inflation bieten", erklärt Hamid. "Fonds auf festverzinsliche Wertpapiere, deren Angebot sich in den vergangenen zwölf Monaten durch eine Vielzahl von neuen Produkten erweitert hat, verzeichneten ebenfalls deutliche Mittelzuflüsse, obwohl Investoren ihre Positionen bei geldmarktnahen ETFs abgebaut haben. Diese ungebrochene Nachfrage verdeutlicht, wie sehr Investoren ETFs schätzen, um Portfolios mit einem ausgewogeneren Risikoprofil aufzubauen." (ir)

Der Marktbericht von iShares "European Exchange Traded Products: Trends in Asset Flows and Assets under Management" bietet Investoren eine Übersicht über breite Marktentwicklungen beim verwalteten Vermögen der europäischen ETPs aller Anbieter. Der Bericht ist über presse@iShares.de erhältlich.