Der US-Vermögensverwalter Blackrock hat im vergangenen Jahr europaweit 75,8 Milliarden Euro mit Publikumsfonds und ETFs eingesammelt – so viel wie kein anderer Asset Manager. Das geht aus dem jüngsten "European Fund Flows Review" hervor, den das Analysehaus LSEG Lipper veröffentlicht hat.

Auf Rang zwei der absatzstärksten Fondsanbieter Europas liegt demnach J.P. Morgan Asset Management mit 50,9 Milliarden Euro, gefolgt von der DWS mit 42,5 Milliarden Euro. Den vierten Platz im Absatz-Ranking konnte sich Vanguard sichern, knapp vor Amundi. Die weiteren Plätze in den Top Ten entfallen auf HSBC Asset Management, Pimco, BNP Paribas AM, KBC und Invesco.

ETFs werden immer wichtiger
Ein genauerer Blick auf die Zahlen unterstreicht die Bedeutung des ETF-Geschäfts: Bei zwei der Top-Five-Anbieter zogen Anleger aus herkömmlichen Publikumsfonds 2025 unterm Strich nämlich Geld ab, und zwar bei Blackrock und Amundi. Beim US-Branchenprimus summieren sich die Abflüsse aus diesen Vehikeln europaweit auf 39,6 Milliarden Euro. Weil Blackrock aber mit seinen iShares-ETFs sagenhafte 115,4 Milliarden Euro einwerben konnte, reichte es wie in den Vorjahren auch 2025 für den ersten Platz im Absatz-Ranking.

Insgesamt sind der europäischen Fondsbranche im vergangenen Jahr unterm Strich 704,7 Milliarden Euro zugeflossen, berichtet LSEG Lipper. 333,3 Milliarden davon entfallen auf ETFs – ein Rekordwert für die Branche. Blickt man auf die einzelnen Assetklassen, wurde das meiste Geld in Rentenfonds gepumpt (284,1 Mrd. Euro), gefolgt von Aktienfonds (175,7 Mrd. Euro). Mischfonds konnten nach zwei Kalenderjahren mit hohen Abflüssen im vergangenen Jahr netto wieder Geld einwerben, und zwar 49,5 Milliarden Euro. (bm)