Smart Asset Management (SAM) hat den "Fondspolicenreport Classic" aktualisiert. In dieser Studie schaut das auf fondsgebundene Policen spezialisierte Beratungshaus erneut auf die Qualität dieser Produkte – zu der die SAM-Experten durchaus kritische Worte finden. Unter anderem seien die von den Gesellschaften angegeben Zielrenditen zu optimistisch und hätten keinen Bezug zu aktuellen Marktrenditen, heißt es in einer Pressemitteilung.

"Mehr als die Hälfte der untersuchten Tarife verfügt über kein ausreichend diversifiziertes Investmentangebot von Core- und Satelliten-Assetklassen. Dieses ist jedoch entscheidend, um eine strategische Asset-Allokation umzusetzen und gleichzeitig dem jeweiligen Kundenprofil hinsichtlich Renditeerwartung und Risikobudget gerecht zu werden", ergänzt Vladimir Skendzic, Investmentspezialist und Partner bei SAM. 


Einige Tarife von Lebensversicherern haben dennoch ordentlich abgeschnitten. In der Bilderstrecke oben stellt FONDS professionell ONLINE die Gesamtsieger sowie die Top-Tarife aus den drei Kategorien "Defensiv", "Ausgewogen" und "Wachstum" vor.


Zur Methode: SAM hat zum Vergleichszweck 21 Fondspolicen ausgewählt und diese anhand von drei Kundenprofilen – defensiv, ausgewählt, offensiv – untersucht. Das Profil "defensiv" beschreibt einen Kunden, der eine durchschnittliche Rendite von vier Prozent über zehn Jahre wünscht bei einer Risikoneigung von circa zwölf Prozent – wobei SAM Risiko nicht als Volatilität definiert, sondern als maximalen Verlust, den ein Kunde bereit ist einzugehen. Der "ausgewogene Kunde" hat eine Renditeerwartung von sechs und eine Risikoneigung von rund 17 Prozent. "Offensiv" eingestellte Kunden wünschen acht Prozent Rendite und sind bereit, einen zwischenzeitlichen Verlust von bis zu 22 Prozent hinzunehmen.

Basis der Analyse ist weiter eine Auswahl der individuellen Einzelfonds für die Test-Policen auf Grundlage der jeweils aktuellen "Fondsuniversen" der Versicherer, die dann nach den Regeln und Methoden der strategischen Asset-Allokation (SAA) zusammengesetzt wurden. Bei der SAA geht es darum, das Investmentportfolio aus sogenannten Core- und Sateliten-Portfolios so zu optimieren, dass die Renditeerwartung erfüllt und gleichzeitig das Risiko des jeweiligen Kundenprofils minimiert wird. 

Höchstpunktzahl: 100
In das Resultat flossen mehrere Kriterien mit unterschiedlichen Gewichtungen ein: Das Ergebnis aus den optimierten Portfolios je Kundenprofil ist im Punkte-Scoring am höchsten gewichtet. Außerdem floss die Investmentauswahl ein, basierend auf den Core- und Satelliten-Assetklassen. Dritter Aspekt ist die Zahl der Einzelfonds im Vertrag. Die Gesamtbewertung ist aus allen drei Kriterien je Kundenprofil zu einer Gesamtpunktzahl aggregiert. Die maximal mögliche Gesamtpunktzahl beträgt 100 Punkte. (jb)