Frankfurter Fondsinitiator verschmilzt Portfolios
Die Frankfurter Produktschmiede Patriarch Multi-Manager hat einige Fonds in ihrem Portfolio. Nun fusioniert sie zwei, da die Performance des abgebenden Fonds schlicht unterdurchschnittlich ist.
Die Patriarch Multi-Manager fusioniert zwei ihrer Dachfonds. Der offensiv aufgestellte Patriarch Select Chance geht am 6. August im Patriarch Select Wachstum auf, wie der in Frankfurt ansässige Fondsinitiator und Vertriebsspezialist mitteilt. Die luxemburgische Finanzaufsicht CSSF hat die Verschmelzung genehmigt.
Der Grund für die Fusion ist die unterdurchschnittliche Performance des 2006 lancierten Patriarch Select Chance: "Während der Patriarch Select Chance damit aktuell eher ein Fonds im unteren Bereich seiner Peergroup ist, glänzt der Patriarch Select Wachstum seit zwei Jahrzehnten konstant und verlässlich immer aus dem ersten Drittel seiner Peergroup", heißt es in der Mitteilung. Da keine Trendwende bei der beschriebenen Entwicklung des Select Chance erkennbar sei, habe man den Schritt beschlossen.
Geringe Volumina
Dazu komme auch, dass die Verschmelzung die Kosten für die Investoren beider Fonds senkt, deren Volumen nur elf Millionen Euro (Select Chance) und knapp 14 Millionen Euro (Select Wachstum) betragen: "Über das höhere Fondsvolumen im Empfängerfonds Patriarch Select Wachstum sinken via Fixkostendegression die laufenden jährlichen Gebühren oder die TER. Vielleicht nicht der entscheidende Faktor, aber in jedem Fall ein aktuell sicherlich gern gesehener Nebeneffekt", so Patriarch weiter.
Die Patriarch managt ihre eigenen Fonds – neben dem Select Wachstum auch der Patriarch Vermögensmanagement, der Patriarch Select Ertrag, der Patriarch Classic TSI und der Patriarch Classic Dividende 4 Plus – nicht selbst. Das übernehmen externe Manager wie DJE Kapital oder Consortia Vermögensmanagement. Die Patriarch initiiert die Portfolios und übernimmt den Vertrieb. Seit 2015 vor allem auch den von Fremdfonds anderer Vermögensverwalter. (jb)













