Die Generali Deutschland hat im Geschäftsjahr 2015 einen Gewinnzuwachs von fünf Prozent auf 792 Millionen Euro erzielt. Die Prämieneinnahmen stiegen um rund drei Prozent auf 17,76 Milliarden Euro, wozu auch Fondspolicen beitrugen. Für die Zukunft setzt die Gesellschaft weiterhin auf einen strikten Sparkurs inklusive Stellenabbau, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt.

In der Lebensversicherungs-Sparte hat der Versicherer nach eigenen Angaben begonnen, sein Geschäftsmodell einer "neuen Normalität" zu etablieren. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds wurde der Vertrieb reiner traditioneller Sparprodukte drastisch reduziert.

Stattdessen wurden neue Policen mit geringer Kapitalintensität eingeführt. Auch das Angebot an fondsgebundenen Versicherungen, hybriden Sparprodukten und Risikoversicherungen wurde sukzessive ausgebaut und habe zu einer positiven Entwicklung der Beiträge vor Abzug von Sparanteilen sowie der Beiträge aus Investmentverträgen auf 14.146 Millionen Euro  (+3,4%) beigetragen.

Fondspolicen machen knappes Drittel aus
Die fondsgebundene Lebensversicherungen inklusive Hybridprodukten der Tochter AachenMünchener konnten bei den Beiträgen um 9,2 Prozent zulegen und nehmen damit einen Anteil von 28 Prozent am Gesamtportfolio in der Lebensversicherung ein. Die gebuchten Bruttobeiträge in der Lebensversicherung, deren Produkte künftig nicht mehr über Makler angeboten werden, seien einerseits dank der positiven Entwicklung der laufenden Beiträge und andererseits aufgrund des Wachstums des Einmalbeitragsgeschäfts gestiegen. Darüber hinaus hat der Versicherer der Mitteilung zufolge im Rahmen seiner strategischen Neuausrichtung das Prämienvolumen traditioneller Sparprodukte um 7,7 Prozent reduziert.

Sparziel: 130 Millionen Euro im Jahr
Für die Zukunft setzt Deutschland-Chef Giovanni Liverani weiter auf einen drastischen Sparkurs: Bis 2018 sollen daher circa 1.000 der rund 13.500 Stellen in Deutschland abgebaut werden. Auch die Führungsetagen sind davon betroffen: In den Gesellschaften der deutschen Unternehmensgruppe wurden die Vorstandssitze von 34 auf 27 reduziert, wie der Branchendienst "Versicherungswirtschaft heute" meldet. Das Ziel: Jährlich sollen 130 Millionen Euro eingespart werden. (jb)