Für 43,2 Millionen Dollar versteigert wurde nun eine 1787 gedruckte Erstausgabe der US-Verfassung. Die Sotheby’s-Auktion sorgte aber nicht nur deshalb für Aufsehen, weil der Rekordpreis gut das Doppelte des Schätzwerts betrug, sondern auch, weil hier ein Hedgefonds gegen Schwarmintelligenz angetreten war. Gewinner des Bieterkampfs war Brooke Lampley im Auftrag von Ken Griffin, Manager des Hedgefonds Citadel, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. Unterlegen war die dezentral organisierte Gruppe Constitution DOA, vertreten von David Schrader.

Exakt 17.437 Spender aus aller Welt hatten sich zum Ziel gesetzt, das historische Dokument zu ersteigern und in einer kostenlosen Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unter dem Namen Constitution DOA konnten über eine Onlinekampagne wenige Tage vor der Auktion 47 Millionen Dollar in Form der Kryptowährung Ether eingeworben werden. Nachdem das Dokument nun an den Hedgefonds gegangen ist, erhielten die Spender laut FAZ die Möglichkeit, ihr Geld zurückzubekommen. Das primäre Ziel der Gruppe, die Erstausgabe öffentlich zugänglich auszustellen, scheint aber dennoch erreicht: Griffin will die Kopie der Verfassung laut Berichten an das Crystal Bridges Museum für amerikanische Kunst in Bentonville, Arkansas, verleihen, dessen Eintritt frei ist. (fp)