Asiatische Anleihen sind nach wie vor Exoten in den Portfolios deutscher Anleger. Dabei sei es laut Rudolf Alpenbrink von HSBC Deutschland insbesondere in einer Niedrig- und Nullzinswelt sinnvoll, über den Tellerrand zu schauen. "Asien ist zu bedeutsam, um von Anleiheinvestoren außen vor gelassen zu werden", sagt der für das Asset Management verantwortliche Vorstand.

Mit zwei neuen Rentenfonds will die Gesellschaft Investoren am asiatischen Wachstum teilhaben lassen. Der HSBC GIF Asia Bond (ISIN der Privatanleger-Tranche: LU1436995101) investiert überwiegend in US-Dollar denominierte Unternehmensanleihen. Staatsanleihen und ähnliche Papiere, die in US-Dollar notieren, können bis zu 30 Prozent beigemischt werden. Verteilt sind die Investments auf rund acht Länder, mit einem Portfolioanteil von rund einem Drittel liegt der Fokus aber klar auf China.

Reformorientiertes Indonesien
Der Indonesia Bond Fonds (LU1436996331) ist im Gegensatz dazu auf eine Einzelländerstrategie ausgerichtet. Das Fondsvermögen wird in Anleihen investiert, die von der indonesischen Regierung, regierungsnahen Institutionen sowie in Indonesien ansässigen Unternehmen ausgegeben werden und vorwiegend auf die Indonesische Rupiah lauten. Die Asset Allokation ist flexibel und bezieht sowohl lokale Anleihen als auch Offshore-Bonds ein.

In der größten südostasiatischen Volkswirtschaft erwartet man sich bei HSBC Global Asset Management vor allem aufgrund eines im Herbst 2015 verabschiedeten Konjunkturpakets, das eine Steuerreform und die Aufgabe von Energiesubventionen beinhaltet, ein vorteilhaftes Umfeld für Anleihen. Auch die Geldpolitik professionalisiere sich zunehmend, so Alpenbrink.

Schlagkräftiges Team vor Ort
Beide Fonds sollen von einer aktiven Anlageallokation und besonderen Marktkenntnissen profitieren, heißt es. Ein 30-köpfiges Team von Investmentspezialisten ist vor Ort in den Anlageprozess involviert. Mit einer Kombination aus Makro-Research, lokalem Know-how und Kreditanalyse mit eigenen Bewertungsmechanismen sollen Risiken von Investments in der Region sowie Zins-, Währungs-, Liquiditäts-und Kreditrisiken so gering wie möglich gehalten werden. (dw)