Im November haben Anleger so viel Geld in ETFs gesteckt wie nie zuvor. Das geht aus einer Marktstudie des US-Vermögensverwalters Blackrock hervor. Demnach flossen Indexfonds (ETFs) und anderen börsengehandelten Produkten (ETPs) im vergangenen Monat unter dem Strich weltweit 125,6 Milliarden US-Dollar an frischem Geld zu. Damit übertrafen sie den bisherigen Rekord aus dem Januar 2018 deutlich: Damals lag das Mittelaufkommen bei 105,2 Milliarden Dollar.

"Die Verteilung der Zuflüsse zeigt, dass Anleger angesichts des Ergebnisses der US-Wahlen und der positiven Nachrichten zu Corona-Impfstoffen deutlich risikofreudiger wurden", teilt Blackrock mit. So entfiel das Neugeschäft fast vollständig auf Aktien-ETFs: Sie sammelten 111 Milliarden Dollar ein, fast fünf Mal so viel wie im Oktober. Bezogen auf das bisherige Gesamtjahr 2020 machten die Zuflüsse im November fast ein Drittel des Geschäfts mit Aktienprodukten aus, erläutert der Asset Manager.

Gold verliert, ESG gewinnt
Edelmetalle waren dagegen deutlich weniger gefragt als zuvor: Aus Gold-ETPs zogen Anleger per Saldo 6,8 Milliarden Dollar ab, das ist der größte monatliche Abfluss seit April 2013. Damit endet eine elfmonatige Periode stetiger Zuflüsse in Goldvehikel.

Weiterhin hoher Beliebtheit erfreuen sich nachhaltige Anlageprodukte. Von Anfang Januar bis Ende November pumpten Anleger aus den USA und der EMEA-Region rund 70 Milliarden Dollar in entsprechende Produkte. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum 2019 waren es nur 24 Milliarden Dollar gewesen. Die bisherigen Nettozuflüsse in ESG-ETFs seit Jahresbeginn würden bereits jetzt das Gesamtaufkommen der Jahre 2012 bis 2019 übertreffen, rechnet Blackrock vor. (bm)