Bisherige Angebote, als Privatanleger in Infrastruktur zu investieren, fokussieren sich zumeist auf die Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien. Dabei ist nicht nur generell das infrastrukturelle Spektrum viel größer, auch die Möglichkeiten, die die Fonds auf Basis ihrer Anlagebedingungen haben, sind viel umfangreicher.

Die Asset-Vielfalt spiegelt sich in der Vielfalt möglicher Fondsgestaltungen
Auf der Asset-Seite lässt sich das Infrastrukturuniversum in die Bereiche Energie, Verkehr, Kommunikation, Versorgung und soziale Infrastruktur gliedern, auf der Kapitalseite in Infrastructure Equity und Infrastructure Debt. In jedem der Asset-Bereiche lassen sich weitere Unterscheidungen vornehmen, so zählen beispielsweise zu Energie nicht nur die verschiedenen Techniken, ökologischen Strom zu erzeugen, sondern auch solche, um ihn zu transportieren und zu speichern.

Auf der Seite der Investmentstrategien lassen sich ebenso weitere Unterteilungen vornehmen. So gibt es etwa das ganze Spektrum zwischen Core über Value Add bis hin zu opportunistischen Engagements, und sowohl auf der Equity- als auch auf der Debt-Seite findet man Co-Investments.

Auch die alternativen Assets kennzeichnet ihre – überwiegende – Krisenresilienz
"Meines Erachtens ist ein Infrastrukturfonds erst dann gut diversifiziert, wenn er alle Segmente über verschiedene Regionen und Geschäftsmodelle abdeckt. Dann können die verschiedenen Modelle auch in Krisenzeiten unabhängig voneinander Erträge erwirtschaften", sagt Tristan Schirra, Portfoliomanager des ELTIF Privado von Swiss Life Asset Managers.

Die Widerständigkeit in Krisen und die vergleichsweise gute Steuerbarkeit von Cashflows gelten als Vorzüge aller Infrastrukturinvestitionen. Während der Corona-Krise hat sich allerdings ebenso deutlich gezeigt, wie anfällig einzelne Infrastrukturzweige für exogene Störungen sind. Als der öffentliche Verkehr zum Erliegen kam, ging natürlich der Erlös, den Mautstraßen oder Flughäfen erzielen können, spürbar zurück; Energieversorger und Telekommunikationsanbieter konnten hingegen genau davon profitieren. (tw)


In der Bilderstrecke oben stellt FONDS professionell ONLINE exemplarisch einige Geschäftsmodelle von Infrastrukturanlagen vor, die bisher nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit der Investoren standen, aber jeweils spezifische Möglichkeiten bieten, einen Mehrwert zu schöpfen.