Es ist wohl ein Indikator dafür, dass neuen Hedgefonds derzeit nicht gerade die "Türen eingerannt" werden. 2018 war für diese Fondsklasse gemessen an der Zahl der Neuauflagen das schwächste seit fast zwei Jahrzehnten. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf den Datenanbieter Hedge Fund Research berichtet, sank die Zahl der neu aufgelegten Produkte erstmals wieder unter 600 – das ist der tiefste Wert seit dem Jahr 2000 (rund 300 neue Fonds), selbst 2008 gab es mehr Fondsstarts.

Der neue Fonds von Infini Capital Management bietet den ersten Neukunden, die investieren, eine eigene Produkttranche an, deren Volumen auf 100 Millionen US-Dollar beschränkt ist. Inhaber dieser Fondsanteile werden für allfällige Verluste bis zur Höhe von zehn Prozent entschädigt, sofern sie ihre Fondsanteile verkaufen. Im Gegenzug müssen sie in Kauf nehmen, dass die Performance-Gebühr dieser Tranche nicht 20, sondern 30 Prozent beträgt. Die üblichen ein bis zwei Prozent Managementgebühr fallen für keiner der Fondstranchen an.

Infini investiert das Kapital laut Bloomberg nicht selbst, sondern wählt mehrheitlich asiatische Hedgefonds-Manager und Trader aus, denen das Geld anvertraut wird. Dabei will man sich auf kleinere Anbieter mit hohen risikoadjustierten Renditen konzentrieren. Verfolgt wird ein Multi-Strategy-Ansatz, der neben IPOs auch mehrere Arbitrage-Ansätze berücksichtigt.

Nachahmer in den Startlöchern
Der Fondsstart soll im Mai von Hongkong aus erfolgen. Von den ersten 100 Millionen US-Dollar Fondsvolumen stammt die Hälfte von den Gründern Tony Chin und Michael Friedlander. Sollte das Konzept erfolgreich sein ist anzunehmen, dass auch weitere neue Anbieter einen ähnlichen Weg gehen werden. (gf)