Pimco wird sein europäisches Geschäft mit börsengehandelten Indextrackern (ETFs) im UCITS-Mantel in seine eigene globale ETF-Plattform eingliedern. Im Zuge dessen werden Pimco und Invesco ihre bestehende europäische Vertriebspartnerschaft zum 12. Juni 2020 beenden.

"Die beiden Unternehmen haben seit der Entscheidung Pimcos zu diesem Schritt  im vergangenen Jahr eng zusammengearbeitet, um einen reibungslosen Übergangsprozess zu konzipieren und umzusetzen, der im besten Interesse der Anleger ist, und werden in der verbleibenden Übergangsperiode weiterhin eng zusammenarbeiten!", lässt die Allianz-Tochter in einer Pressemitteilung wissen.

Zusammenarbeit geerbt
Die Kooperation datiert aus dem Jahr 2014. Im damaligen Dezember hatten Pimco und der britische ETF-Anbieter eine Kooperation gestartet und zusammen passive Papiere lanciert, die aktive Komponenten beim Management kurzlaufender Anleihen beinhalten. Hierbei war Source für den Vertrieb zuständig. Da Invesco den Anbieter von Indextracker im Jahr 2017 kaufte, übernahm es auch dessen Vereinbarung mit Pimco.

Die Einbindung der europäischen Tracker in die globale ETF-Plattform von Pimco werde dazu beitragen, die strategische Expansion des europäischem ETF-Geschäfts, das ein Volumen von 8,5 Milliarden US-Dollar (7,8 Mrd. Euro) hat, voranzutreiben. Weltweit verwaltet der Asset Manager nach eigenen Angaben über 29 Milliarden Dollar (26,8 Mrd. Euro) an ETF-Anlagen in Anleihen- und Smart-Beta-Aktienstrategien.

Die Gesellschaft werde keine Veränderungen am Portfoliomanagement, an der Anlagestrategie oder an der Gebührenstruktur der jeweiligen ETFs vornehmen. Lediglich Vertrieb und Betreuung der börsennotierten Produkte werden von Pimco übernommen. "Darüber hinaus erfolgt eine Umbenennung zum 12. Juni 2020, um Pimcos proprietäres Vertriebsmodell widerzuspiegeln", heißt es weiter. (jb)