DWS-Urgestein Klaus Kaldemorgen zählt zweifelsohne zu den renommiertesten und erfahrensten Fondsmanagern Deutschlands. Nun bekommt auch der von ihm verwaltete Absolute-Return-Fonds DWS Concept Kaldemorgen Promistatus: Die Ratingagentur Scope hat ihm die Bestnote (A) verliehen. In der Kategorie "Absolute Return" gebe es wenige Produkte, die sich positiv hervortun – der Fonds des DWS-Altstars gehöre dazu, heißt es in der Begründung. 

"Der mehr als elf Milliarden Euro schwere Fonds konnte sich mit einer Wertentwicklung von 3,2 Prozent pro Jahr deutlich vom Peergroup-Durchschnitt (0,3 Prozent) absetzen, bei niedrigerem maximalem Verlust", schreibt Scope-Analystin Barbara Claus. Lediglich die Schwankungen fielen bei Kaldemorgens Leib-und-Magen-Portfolio etwas höher aus als bei der Konkurrenz.

Fetter Fang
Beim Aktualisieren der Ratings konnte ein weiteres bekanntes Produkt eine Top-Note einheimsen – oder besser gesagt: zurückerobern. Die Rede ist vom Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Der von Star-Manager Frank Fischer verwaltete Mischfonds glänzt nun mit der Note (B) und zählt so – nach dem Entzug des begehrten Clubausweises im vergangenen März – wieder zur Rating-Elite. "Die lang- und mittelfristige Wertentwicklung des Fonds überzeugt im Vergleich mit der Peergroup 'Mischfonds Europa flexibel'", heißt es von Claus.

Über fünf Jahre hinweg schaffte Fischer durchschnittlich fünf Prozent Plus pro Jahr. Seine Kollegen erzielten im selben Intervall im Schnitt nur 3,2 Prozent Zuwachs. Lediglich auf kurze Sicht hinkt der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen etwas hinterher.

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Ausgewogener Fonds mit Risiko-Schlagseite
Federn lassen musste der Janus Henderson Balanced. Er befindet sich zwar nach wie vor in der Spitzengruppe, verfügt aber nun über die Note (B) statt (A). Über fünf und drei Jahre hinweg zählt der Mischfonds immer noch zu den Top-Performern in seiner Vergleichsgruppe "Mischfonds Global ausgewogen". Die Volatilität lag allerdings über drei Jahre hinweg mit 8,3 Prozent pro Jahr deutlich höher als im Gruppendurchschnitt (5,2 Prozent).

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Insgesamt haben sich die Scope-Analysten rund 6.100 Fonds angeschaut, bei 640 Produkten gab es Veränderungen im Rating. 292 Produkte wurden heraufgestuft, 351 Fonds bekamen eine schlechtere Note. (fp/ps)


Zur Ratingmethodik: Das Scope-Fondsrating bewertet die Qualität eines Fonds innerhalb seiner Vergleichsgruppe. Das Rating reflektiert unter anderem die langfristige Ertragskraft und die Stabilität der Fondsperformance sowie das Timing- und das Verlustrisiko. Das System umfasst fünf Ratingstufen – von A bis E. Als Top-Rating gelten A- und B-Ratings.