Jeder zehnte Deutsche (9 Prozent) hortet sein Erspartes in den heimischen vier Wänden, steckt es also sinnbildlich unters Kopfkissen. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Fondsanbieters Fidelity. Demnach parkt jeder Dritte (31 Prozent) sein Erspartes auf Tagesgeldkonten, und knapp ein Viertel der Bundesbürger (24 Prozent) hält trotz Minizinsen am Sparbuch fest. Nur 16 Prozent der Befragten investieren in Aktien, 17 Prozent in Fonds (Mehrfachnennungen möglich). Bundesweiter Spitzenreiter beim Aktienbesitz sind die Bayern (20 Prozent). Männer (23 Prozent) investieren deutlich häufiger in Aktien als Frauen (9 Prozent).

Zwar gaben 27 Prozent der Umfrageteilnehmer an, Finanzangelegenheiten komplex und herausfordernd zu finden. Immerhin jeder Fünfte (19 Prozent) findet Finanzthemen aber auch spannend. "An dieser Stelle müssen wir ansetzen und mehr Begeisterung für Wertpapiere schaffen", sagt Claudia Barghoorn, Leiterin des Privatkundengeschäfts bei Fidelity.

Die Anlageexpertin fände Angebote wie eine digitale Vermögensverwaltung hilfreich. Damit könnten Interessenten ihr Erspartes in wenigen Schritten anlegen. Darüber hinaus tritt sie dem Vorurteil entgegen, dass Aktien nur etwas für Reiche seien, und weist auf die Möglichkeiten eines Sparplans hin. (fp)