Der Hamburger Asset Manager Laiqon hat den Start eines aktiv gemanagten ETFs mit europäischen Aktien angekündigt. Der Laiqon European Equity AI Optimized Active UCITS ETF (ISIN: IE000L98FUF7, Kurzname: Laiqon – EU AI ETF) soll ab dem 12. August über Xetra, Gettex, Tradegate und LS Exchange zu handeln sein.

Bei der Aktienauswahl hilft der "LAIC Advisor", die hauseigene KI des Asset Managers, die bereits seit einigen Jahren in mehreren Fonds und Vermögensverwaltungen zum Einsatz kommt – unter anderem auch in dem Beispieldepot, über das FONDS professionell ONLINE seit zwei Jahren regelmäßig berichtet, um zu zeigen, was künstliche Intelligenz in diesem Bereich bereits zu leisten imstande ist. Laiqon hatte schon Ende vergangenen Jahres angekündigt, 2026 eine Palette aktiver KI-ETFs lancieren zu wollen.

Ziel ist eine "risikoadjustierte Outperformance"
"Unsere KI verarbeitet in Sekundenschnelle Millionen von Daten und erkennt Muster – besser, als jeder Mensch es könnte", sagt Christian Sievers, KI-Chef von Laiqon und Geschäftsführer der Tochterfirma LAIC, die den ETF managt. "So gelingt es, die aussichtsreichsten der rund 400 Europa-Aktien zu ermitteln und entsprechend stärker zu gewichten", erläutert er.

Insgesamt wird der ETF 100 bis 150 Positionen enthalten. Als Referenzindex dient der MSCI Europe Screened. Das Portfolio kann täglich angepasst werden. Der Fonds strebt einen Tracking Error von zwei bis fünf Prozent an und soll eine "risikoadjustierte Outperformance gegenüber den europäischen Aktienmärkten" erzielen, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Weitere Fonds für andere Anlageregionen sollen folgen
Die Fondshülle stellt Amundi. Der Pariser Asset Manager hatte im November vergangenen Jahres angekündigt, ins Geschäft mit White-Label-ETFs einzusteigen. Der Laiqon-ETF wird zunächst nur in Deutschland vertrieben. Die laufenden Kosten beziffert der Anbieter auf 0,49 Prozent per annum. Das Anlageprodukt auf europäische Aktien sei nur ein erster Schritt, teilt Laiqon mit. Perspektivisch sei eine komplette Produktfamilie geplant, mit der künftig auch weitere Investmentregionen abgedeckt werden sollen. (bm)