Die R+V Lebensversicherung streicht die vollständige Kapitalgarantie bei von ihr angebotenen Lebensversicherungen. Ab kommendem Jahr sind einer Pressemitteilung zufolge "moderne Garantien in der Altersvorsorge" die Kernpunkte im Angebot neben Fondspolicen. Letztgenannte sollen im aktuellen Niedrigzinsumfeld höhere Renditen ermöglichen. Nur bei staatlich geförderten Riester-Produkten sowie in der betrieblichen Altersvorsorge bleibt es bei der vollständigen Garantie. Damit folgte der genossenschaftliche Versicherer der Allianz: Der deutsche Branchenprimus hat diesen Schritt bereits vor rund acht Wochen angekündigt. 

Maßgebend für die Entscheidung seien die Wünsche der Kunden gewesen – insbesondere die Nachfrage nach alternativen Garantieprodukten. Dies spiegelt sich bereits in der bisherigen Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 deutlich wider: So konnte bei den Produkten mit neuen Garantien der Neubeitrag in den ersten drei Quartalen 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 52 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gesteigert werden. 

Kunden halfen bei Produktentwicklung
"Mit der überarbeiteten Produktpalette entsprechen wir passgenau den Wünschen unserer Kunden", so Claudia Andersch, Vorstandsvorsitzende der R+V Lebensversicherung. Die "R+V-Anlagekombi Safe+Smart" sei beispielsweise unter Beteiligung von Kunden entwickelt und ganz nach ihren Vorstellungen gestaltet worden. "Der aktuelle Trend zu Tarifen mit mehr Renditechancen wird in den kommenden Jahren sicherlich anhalten", betont Andersch weiter. 

Die Gesellschaft gab ferner die Überschussbeteiligung im Jahr 2021 für die modernisierte R+V-Privat Rente Performance bekannt: Die Gesamtverzinsung beträgt 2,05 Prozent. Darin enthalten seien die laufende Verzinsung von 1,75 Prozent sowie die Schlussüberschussbeteiligung und die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven. (jb)