Den Schotten sagt man eine gewisse Leidenschaft für Whisky nach. Kein Wunder, streiten sie sich doch mit den Iren um die Urheberschaft für die im Holzfass gereifte Spirituose. Ein Mann aus dem schottischen Örtchen Milnathort hat mit seiner Liebe dazu sogar seinem Sohn zu Wohlstand verholfen. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, schenkte der Schotte seinem Sprössling jedes Jahr eine Flasche Macallan Single Malt zum Geburtstag. Bereits zur Geburt des Sohnes im Jahr 1992 ließ er einen 18 Jahre alten Whisky springen. Über die Jahre gab Pete Robson so etwa 5.000 Pfund für hochprozentige Geschenke aus.

Glück für Robson und seinen Sohn Matthew: Macallan-Whisky entwickelte sich im Laufe der Jahre zum begehrten Sammlerobjekt – und die jährlichen Geschenkflaschen zum "perfekten Set", so ein Whisky-Makler in der BBC. Sammler aus New York und Asien sollen bereits Interesse angemeldet haben. Insgesamt hat die hochprozentige Sammlung heute einen Wert von 40.000 Pfund. Der heute 28-jährige Matthew, der im englischen Taunton lebt, will seine Geburtstagsgeschenke offenbar meistbietend verkaufen und das Geld laut "Spiegel" dazu verwenden, sich ein Haus zuzulegen.

Bitte nicht öffnen!
Robson Junior ist sich darüber im Klaren, dass die Geschenke seines Vaters zwar großzügig, aber nicht eben jugendfrei waren. Die Whisky-Flaschen seien "wahrscheinlich nicht" das beste Geschenk für einen kleinen Jungen gewesen, räumte er in einem Interview mit der BBC ein. Er habe sie als "ziemlich schrulliges Geschenk" aufgefasst. Immerhin habe der Vater sie aber mit der "strikten Anweisung" überreicht, sie niemals zu öffnen. Zum Glück: Würde hier und da ein Schlückchen fehlen, läge der Wert der Whisky-Sammlung deutlich niedriger. (fp)