Die Deutsche Gesellschaft für Ruhestandsplanung (DGFRP) setzt auf Investments, deren Anlagestrategie von künstlicher Intelligenz (KI) bestimmt wird. So bietet der Maklerpool mit Sitz im bayerischen Altötting seinen Partnern in Zusammenarbeit mit dem Fintech 3Pace über dessen Plattform "IIInity" ("Trinity") drei KI-Strategien an, die seit 2025 im Rahmen von Fondspolicen (Nettopolicen) des Versicherers Liechtenstein Life erhältlich sind. Als Vermögensverwalter agiert MFC-Service, ein von der Finanzaufsicht Bafin kontrolliertes Wertpapierinstitut. Weitere KI-Produkte sollen bald folgen. Das berichten DGFRP-Geschäftsführer Peter Härtling und Andreas Morsh, Head of AI Wealth Management der DGFRP, im Gespräch mit FONDS professionell ONLINE.

"KI wird die Finanzberatung nicht ersetzen – sie wird sie auf ein neues Niveau heben", sagt Härtling. "Wenn Algorithmen die Analyse und Depotgestaltung übernehmen, entsteht Raum für das, was echten Mehrwert schafft: persönliches Vertrauen, strategisches Denken und eine Beratung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Das ist für mich die Zukunft unserer Branche." Daher hat er sich mit Johannes Kappler zusammengetan. Kappler, studierter Informatiker, war früher Teil des Fintechs Mypension und hat mit seiner Gesellschaft 3Pace die KI-gestützten Strategien entwickelt.

Krypto- und Dividendenstrategie sollen folgen
Die drei erhältlichen Strategien auf Basis von Fonds und ETFs richten sich an Kunden mit unterschiedlichem Risikoprofil und Anlagehorizont: "Unsere drei Strategien – 'Shield', 'Guardian' und 'Eagle Eye' – stehen sinnbildlich für unterschiedliche Wege zum Investmentziel", erklärt Morsh. Sie sollen "algorithmische Intelligenz" mit menschlicher Erfahrung verbinden und so ein "neues Maß an Transparenz und Planbarkeit" schaffen, wie es Morsh formuliert. "Unser Ziel ist es, Anlegern Lösungen zu bieten, die sich ihren Lebensphasen anpassen – effizient, nachvollziehbar und vorausschauend." In Kürze werde man das Angebot um eine Dividendenstrategie und ein Kryptoportfolio ergänzen. Morsh spricht von "weiteren Bausteinen auf dem Weg zu einer modernen, ganzheitlichen Investmentarchitektur".

Auf das aktuelle Angebot der Fondspolicen sollen bald standardisierte fondsgebundene Vermögensverwaltungen folgen, dann individuelle Vermögensverwaltungsdepots auf Fondsbasis sowie später Depots mit Einzeltiteln. Für Letztere wird eine Anbindung an ein Haftungsdach nötig sein. Die fondsgebundenen Varianten dürfen auch gewerbliche Finanzberater anbieten. Diesen Vermittlern mit Erlaubnis gemäß Paragraf 34f Gewerbeordnung möchte die DGFRP auch die Möglichkeit einräumen, Kunden Fondsdepots zu offerieren, deren Allokation auf Empfehlungen der KI basieren. (jb)