Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch hat seinen Aktienfonds FvS Fundament in einen sogenannten Feederfonds umgewandelt. Das Geld dieses Fonds wird inzwischen nicht mehr in einzelne Wertpapiere investiert, sondern fließt in den FvS Global Quality, der als Masterfonds dient.

Bei den beiden Portfolios, die von Karsten Friebe gemanagt werden, handele es sich um "nahezu identische Fondskonstrukte", heißt es in einer Mitteilung an Anleger, die FONDS professionell ONLINE vorliegt. "Um Synergieeffekte durch ein größeres Fondsvolumen zu generieren, hat die Gesellschaft sich dazu entschlossen, eine wie oben beschriebene Master-Feeder-Struktur aufzusetzen."

Länderübergreifende Fondsfusion hebelt den Bestandsschutz aus
Der FvS Fundament stellt innerhalb der Fondspalette des Vermögensverwalters einen Sonderfall dar, weil er das einzige deutsche Sondervermögen des Anbieters ist. Die anderen Fonds wurden in Luxemburg aufgelegt. Die deutsche Wertpapierkennnummer hat historische Gründe: Kapitalverwaltungsgesellschaft des FvS Fundament war lange Zeit HSBC Inka in Düsseldorf, bis sich der Kölner Asset Manager entschied, das Portfolio auf die konzerneigene Luxemburger Gesellschaft Flossbach von Storch Invest zu übertragen (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Nun überlegte der Vermögensverwalter, wie es gelingen kann, das Fundament-Portfolio mit dem des fast identisch gemanagten FvS Global Quality zusammenzulegen, um Skaleneffekte zu erzielen. Die naheliegende Lösung, den FvS Fundament auf den FvS Global Quality zu verschmelzen, wurde verworfen. Denn da es sich dabei um eine länderübergreifende Fondsfusion gehandelt hätte, hätten Altanleger, die den Fonds noch vor Einführung der Abgeltungsteuer erworben haben, ihren Bestandsschutz verloren.

"Steuerliche Neutralität für Bestandsanleger"
Die Master-Feeder-Struktur dagegen erlaube es, dass die Anleger des FvS Fundament weiterhin an der bewährten Investmentstrategie teilhaben und zugleich die "steuerliche Neutralität für Bestandsanleger" sichergestellt sei, teilte das Unternehmen auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mit. "Andere Alternativen zur Angleichung des administrativen Setups wären nicht ohne Nachteile für bestehende Investoren denkbar gewesen." (bm)