Die Kölner Kapitalverwaltungsgesellschaft Monega hat einen neuen Fonds für Mikrofinanzinvestments lanciert. Der Monega Mikrofinanz & Impact Fonds wird vom US-amerikanischen Impact-Investing-Spezialisten Developing World Markets (DWM) gemanagt. Damit erhöht sich die Zahl der hierzulande für private Anleger zugänglichen Mikrofinanz-Fonds auf fünf. Monega hat durch die Neuvorstellung zudem wieder einen Mikrofinanz-Fonds im eigenen Sortiment, nachdem Hansainvest Ende 2018 neue Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft des IIV Mikrofinanzfonds wurde.

Monega-Expertin Katharine Trimpop begründet den Start des Produkts mit der Tatsache, dass über zwei Milliarden Menschen auf der Welt keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen haben. Unter diesen Bedingungen unternehmerisch tätig zu werden und der Armut zu entkommen, sei nur schwer möglich. "Kleinstkredite können in einer solchen Situation Großes bewirken, weil sie Hilfe zur Selbsthilfe sind", sagt  Leiterin Vertrieb & Marketing für Publikumsfonds von Monega und Expertin für nachhaltige Investments. 

Der Fonds investiert zum einen in ausgewählte Mikrofinanzinstitute (MFIs) in Entwicklungs- und Schwellenländern der Regionen Afrika, mittlerer Osten, Lateinamerika, Süd- und Südostasien, Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien. MFIs, die sich auf die Vergabe von Mikrokrediten an Kleinstunternehmer spezialisiert haben, machen 50 bis 70 Prozent des Fondsvermögens aus. 

Kleine Unternehmen können Großes bewirken
Zum anderen investiert das Portfolio auch in sogenannte "Inclusive Finance Institutions“"(IFINs). Deren Zielsetzung ist die finanzielle Teilhabe bisher ausgeschlossener Bevölkerungsteile in Entwicklungs- und Schwellenländern. "IFINs beschäftigen sich beispielsweise mit dem Mikroleasing von Sonnenkollektoren, damit Haushalte in abgelegenen Regionen Strom erzeugen können", erläutert Peter Johnson, Managing Partner von DWM. "Sie stellen Mobile Banking Services sicher, damit per Handy Zahlungen abgewickelt werden können, oder sie bieten Versicherungsleistungen und Sparkonten für Kunden an, die zu klein sind, um von klassischen Banken oder Versicherern bedient zu werden."


Darüber hinaus legt der Monega Mikrofinanz & Impact Fonds in kleinere Gesellschafen (KMUs) an, die in den Bereichen Agrar, erneuerbare Energien, Wasserversorgung und Sanitärinstallation, Gesundheit, Bildung, Hausbau tätig sind. "Damit gehen wir mit unserer Strategie über den eigentlichen Ansatz von Kleinstkrediten hinaus", sagt Johnson. "Denn erfolgreiche Kleinunternehmer benötigen im weiteren Wachstum ihrer Unternehmung oft größere Kredite, werden aber von großen Geschäftsbanken immer noch nicht bedient." (jb)


Lesen Sie zu Mikrofinanzfonds auch den Artikel "Fonds mit doppelter Rendite" in der Ausgabe 3/2018 von FONDS professionell. Angemeldete KLUB-Mitglieder können den Beitrag auch hier im E-Magazin lesen.