So genannte "Promi-Fonds" wie der des polarisierenden "Börsen-Professors" Max Otte oder der von "Mr. Dax" Dirk Müller kassierten in der Vergangenheit oft Schelte wegen ihrer meist mageren Performance. Doch der Dirk Müller Premium Aktien hat angesichts der Marktturbulenzen seit Jahresbeginn eine erstaunliche Konstanz bewiesen. Das Portfolio liegt seit Jahresbeginn um die acht Prozent im Plus. Die entsprechende Kategorie der Fondsratinggesellschaft Morningstar kommt im Schnitt auf lediglich 0,1 Prozent.

Der ehemalige Makler an der Börse Frankfurt hatte mit seinem Portfolio für das Jahr 2017 nur ein Plus von fast fünf Prozent eingefahren – mehr als drei Prozentpunkte weniger als das Morningstar-Vergleichsfeld "Aktien weltweit Standardwerte Blend". Im Jahr 2016 türmte Müller gar ein Minus von fast sieben Prozent auf – die Konkurrenz hatte im Schnitt ein Plus von 6,6 Prozent erzielt.

Gebühr gekappt
Die herausragende Wertentwicklung in diesem Jahr schlägt sich auch anderswo nieder: So erreichte der Müller-Fonds per Mitte November ein Volumen von 107 Millionen Euro. Müller und sein Co-Manager Andreas Schmidt begründen dies im jüngsten Kommentar einerseits mit "beständigen Zuflüssen privater Anleger". Andererseits hätten aber auch "professionelle Quant-Fonds" das Vehikel als Zielfonds ausgewählt.

Schmidt und Müller agieren als Berater. Als offizieller Manager dient der Vermögensverwalter Focam. Wie bei Auflage des Fonds im Frühjahr 2015 angekündigt, kappt das Team wegen des gestiegenen Fondsvolumens die Managementgebühr um fünf Basispunkte – solange das Fondsvolumen über der 100-Millionen-Marke verweilt.

Untergangspropheten unter Wasser
Auch ein anderer "Promi-Fonds" scheint den Marktturbulenzen bislang erfolgreich zu widerstehen. Der umstrittene "Crashprophet" Otte hielt seit Jahresbeginn 2018 seinen Max Otte Vermögensverwaltungsfonds mehr als sechs Prozent im Plus. Das Vergleichsfeld der globalen Mischfonds notierte über den entsprechenden Zeitraum mit fünf Prozent im Minus. Max Otte spricht auch auf dem FONDS professionell KONGRESS 2019 in Mannheim. Hier geht es zur Ameldung.

Die beiden Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik liegen hingegen mit ihrem Friedrich & Weik Wertefonds seit Jahresbeginn fast 7,7 Prozent im Minus. Der Fonds verwaltet ein Volumen von kaum mehr als elf Millionen Euro. Im März 2017 hatte das Portfolio die Marke von zehn Millionen Euro überstiegen. Eine eigens für die Kunden des Dortmunder Vermögensverwalters Apano lancierte Anteilsklasse wurde mittlerweile eingestampft. (ert)