TBF Global Asset Management hat angekündigt, ihren rund 443 Millionen Euro schweren 4Q‐Special Income Fonds Ende Juni  für neue Anleger zu schließen. Der Grund: Die Mittelzuflüsse in den defensiven Mischfonds waren in den vergangenen Monaten sehr hoch und drohen daher die Performance des Portfolios zu verwässern, so der Vermögensverwalter aus Singen am Bodensee.

"Um unsere Investoren zu schützen, das Rendite‐Risiko‐Profil nicht zu gefährden oder gar durch zu viel Cash den Fonds zu verwässern, haben wir uns entschlossen, beim 4Q‐Special Income zum 30. Juni 2017 einen Soft Close durchzuführen", erläutert Peter Dreide, CIO und Gründer der Gesellschaft.

Erfolgreiche Strategie
Die Manager des Multi‐Asset‐Fonds investieren unter anderem in Aktien von Firmen, bei denen ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vorliegt oder ein sogenannter Squeeze-Out erwartet wird: Also Unternehmen, bei denen ein Aktionär so viele Anteile hält, dass er Minderheitsaktionäre ausbezahlen muss. Diese Papiere gibt es aber nicht wie Sand am Meer, entsprechend sind Investitionen in sie nicht beliebig skalierbar.

Die Strategie ging bislang auf – und hat sicher zu der großen Nachfrage geführt: Über die vergangenen sechs Monate verzeichnete das Portfolio eine Performance von 5,25 Prozent. Über die vergangenen zwölf Monate sind es knapp zwölf Prozent gewesen. Damit hat es sich in seiner Morningstar-Vergleichsgruppe "Mischfonds EUR flexibel" im oberen Drittel platziert.

Ausweichfonds aus dem eigenen Haus
Als Ausweichmöglichkeit bietet TBF den 4Q-Income Fonds an. Dieser habe das Jahr 2016 mit einem Plus von 11,12 Prozent abgeschlossen. Die durchschnittliche Volatilität seit dem 1. Februar 2005 liege bei 3,4 Prozent. "Auch dieser Fonds hat das Potential zum Anlegerliebling zu werden", ist sich Dirk Zabel, Geschäftsführer der TBF Sales and Marketing GmbH sicher. (jb)