Morningstar wird am 31. Oktober die Bewertungsmethode für die sogenannten Analyst-Fonds-Ratings umstellen (FONDS professionell ONLINE berichtete). Die Experten haben nach eigenen Angaben die Systematik vereinfacht und die bisherigen fünf Rating-Komponenten auf drei reduziert. Fixpunkt bei der Einstufung eines Portfolios werde künftig die Frage sein, wieviel Mehrwert eine Strategie im Vergleich zu ihrer Benchmark erwirtschaften kann.

Zugleich werden die Kosten stärker gewichtet als bisher, und die Ratings werden auf Ebene der Anteilsklassen vergeben. Mit anderen Worten: Bald können unterschiedlich bepreiste Tranchen eines Fonds verschiedene qualitative Ratings haben – am quantitativen Sterne-Rating ändert sich hingegen nichts.

Simulation zeigt, wie sich das neue Rating-Regime auswirkt
Um Nutzern die Änderungen auf Ebene der Anteilsklassen zu zeigen, hat Morningstar in einer Simulation die aktuellen in Europa, Asien und Afrika vergebenen Ratings mit Bewertungen unter dem neuen Rating-Regime verglichen. Das Ergebnis: Die Änderungen dürften signifikant werden. "Insgesamt könnten sich die Ratings von rund einem Drittel der Fonds verändern. Dabei würden doppelt so viele Downgrades wie Upgrades bevorstehen", schreiben die Analysten.

In der Grafikstrecke oben zeigt FONDS professionell ONLINE die wichtigsten Ergebnisse der Morningstar-Auswertung – einfach weiterklicken! (jb)