Danske Invest hat seit kurzem einen neuen Fonds im Angebot. Der "European Corporate Sustainable Bonds Fund" (ISIN: LU1399304283) steckt das Kapital seiner Geldgeber in europäische Unternehmensanleihen. Das Besondere an dem Fonds ist, dass er Firmen nicht nur aus Bonitätsgesichtspunkten, sondern auch auf Basis der Nachhaltigkeit ihrer Geschäftsmodelle bewertet.

"Bisher gibt es in diesem Bereich nicht so viele Unternehmensanleihen-Fonds – deshalb wollten wir hier das Angebot erweitern", sagt Thomas Kjærgaard, Leiter für nachhaltige Investments bei den Skandinaviern.

Mehr als "nur" grün
Im Gegensatz zu sogenannten "Green Bonds", die lediglich auf die Vermeidung von CO2-Emissionen abzielen, ist das Thema Nachhaltigkeit bei Danske Invest wesentlich breiter gefasst. So will das Fondsmanagement bei der Titelauswahl auch Faktoren aus den Bereichen Umwelt und Soziales berücksichtigen. Hierzu bedient man sich der Expertise von drei Beratungsunternehmen: Sustainalytics, ISS-Ethix und True Cost.

Mindestens 90 Prozent des Fondsvolumens sollen stets aus Unternehmen gebildet werden, die innerhalb ihrer jeweiligen Branche in der oberen Hälfte der ESG-Skala rangieren. ESG ist die englische Abkürzung für "Environment Social Governance", also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Diese Kriterien bewerten jede potenzielle Anlagemöglichkeit auf einer Skala von eins bis 100.

Bis zu zehn Prozent der Fondsmittel können aus sogenannten Delta-Kandidaten im ESG-Bereich bestehen. Das sind Unternehmen, die in Bezug auf die ESG-Faktoren noch nicht in der oberen Hälfte ihrer Branche liegen, sich aber nach Einschätzung des Portfoliomanagement-Teams auf einem guten Weg befinden. Delta-Kandidaten können aus dem Hochzinssegment kommen, wo das finanzielle Risiko höher ist.

Realistisches Renditeziel
Grundsätzlich strebt das Management rund um Chef-Portfoliomanager Andreas Dankel eine jährliche Rendite von eins bis 1,5 Prozent nach Gebühren an. Hierzu können bis zu 25 Prozent des Fondsvolumens in Hochzinsanleihen investiert werden, mindestens 75 Prozent werden aus Unternehmensanleihen mit guter Bonität (Investment Grade) bestehen. (dw)