Bantleon hat den globalen Publikumsfonds "Bantleon Select Corporate Hybrids" lanciert. Das Portfolio investiert in nachrangige Unternehmensanleihen von "etablierten Investment-Grade-Schuldnern", wie es in einer Pressemitteilung des Hannoveraner Asset Managers heißt. Um die Renditechancen zu steigern, kann die Portfoliomanagement zudem in Anleihen anderer Währungen aus Industrieländern investieren. 

"Der Fonds ist unsere Antwort für ertragsorientierte Investoren auf die anhaltende Niedrigzinsphase", sagt Jörg Schubert, Vorstand Kundenbetreuung und Leiter Investment Solutions. Die Fokussierung auf Nachranganleihen von Schuldnern mit guter bis mittlerer Bonität solle eine höhere Rendite als bei Portfolios ermöglichen, die ausschließlich aus erstrangigen Anleihen derselben Schuldner bestehen, ohne ein höheres Insolvenzrisiko einzugehen.

Keine Bedenken wegen "trockenem" Markt
"Das Portfolio kombiniert die mehrfach ausgezeichnete Konjunkturanalyse von Bantleon mit der fundamentalen Analyse ausgewiesener Corporate-Bond-Spezialisten", erklärt Schubert weiter. Während die einzelnen Anleihen über eine klassische Bottom-Up- sowie eine Relative-Value-Analyse ausgewählt werden, orientieren sich die Portfoliomanager bei der Gewichtung der Bonitäten am Konjunkturzyklus: In Aufschwungphasen investieren sie vorwiegend in Anleihen mit Rating "BBB" und nutzen die erlaubte Quote von 25 Prozent an Nachranganleihen im High-Yield-Segment aus. In Abschwungphasen hingegen liege der Schwerpunkt auf Firmenbonds mit bestmöglichem Rating. Dann können die Portfoliomanager temporär auch in erstrangige Anleihen investieren, um die Volatilität des Portfolios zu verringern.

Probleme wegen mangelnder Liquidität sieht der Asset Manager nicht: "Der Marktwert ausstehender Nachranganleihen im Euro-Investment-Grade-Bereich hat sich von 2014 bis 2019 auf rund 77 Milliarden Euro mehr als verdoppelt, sodass hier inzwischen ausreichend Diversifikationspotenzial und Liquidität besteht", stellt Schubert fest. (jb)