One Group scheitert mit Insolvenzdrohung – Abstimmung geplatzt
Für sieben Tranchen der Anleihe-Serie "Proreal Secur", die die Emittenten nicht rechtzeitig zurückzahlen können, kam es bereits zu weiteren Laufzeitverlängerungen in Abstimmung mit den Gläubigern. In einer Tranche regt sich jedoch noch heftiger Widerstand.
Die One Group, Tochtergesellschaft des österreichischen Immobilienkonzerns Soravia, hat zwischen 2020 und 2024 vier Anleihen der Serie "Proreal Secur" mit insgesamt acht Tranchen begeben, die aber trotz bereits gezogener Verlängerungsoptionen nicht rechtzeitig zurückgezahlt werden können. Sieben Gläubigerversammlungen haben im März Veränderungen der Anlagebedingungen zugestimmt und damit der One Group bis Ende 2029 – plus zwei weitere optionale Jahre – Luft verschafft, die ausständigen Rückzahlungen vorzunehmen.
Lediglich die Gläubigerversammlung der Tranche "Proreal Secur 2 – 6,5%" erwies sich im März als nicht beschlussfähig und wurde am vergangenen Dienstag (19.5.) nachgeholt. Zur Abstimmung stand erneut eine Verlängerung der Laufzeit bis Ende 2029 zuzüglich zwei weiterer optionaler Jahre und die Möglichkeit der Stundung fälliger Zinszahlungen.
Gläubiger lehnen Laufzeitverlängerung ab
FONDS professionell ONLINE erfragte bei der One Group den Ausgang der Versammlung. "Die Gläubigerversammlung hat kein zustimmendes Ergebnis gebracht. Wir nehmen diesen Ausgang zur Kenntnis und analysieren derzeit die weitere Vorgehensweise", teilt Geschäftsführer Uwe Richter mit.
Mit der Ablehnung der vorgeschlagenen Beschlüsse, mit denen sich die One Group, respektive die hinter ihr stehende Soravia, Zeit bis gegebenenfalls Ende 2031 verschaffen wollte, bleibt der geltende Rückzahlungstermin zum 6. Januar 2027 bestehen. Die Drohung mit einer dann anstehenden Insolvenz hat die Gläubiger dieser Tranche offenbar nicht beeindruckt. (tw)















