Für Hedgefonds-Legende Ray Dalio ist vorstellbar, dass Privatleute in den Vereinigten Staaten Bitcoin bald nicht mehr halten oder handeln dürfen. Grund dafür sei, dass der Erfolg der größten Kryptowährung die dominierende Stellung von Regierung und Zentralbank gefährden könnte. "Jedes Land legt großen Wert auf sein Monopol, Angebot und Nachfrage zu kontrollieren", zitiert die "Handelszeitung" den Gründer von Bridgewater Assocciates unter Berufung auf Kommentare, die vom Online-Portal "Yahoo Finance" publiziert wurden. Daher wolle man es vermeiden, dass andere Zahlungsmittel wie Bitcoin im Umlauf seien – denn so würden die Dinge außer Kontrolle geraten. "Darum glaube ich, dass es unter bestimmten Umständen für illegal erklärt werden wird – so wie einst Gold gesetzlich verboten worden ist."

Der Milliardär bezieht sich dabei auf den "Gold Reserve Act" von 1934, wonach Einzelpersonen in den USA kein Gold mehr besitzen durften – außer in Form von Münzen und Schmuck. Die damalige US-Regierung unter Franklin Roosevelt wollte damit verhindern, dass die US-Bürger Gold als alternativen Wertspeicher zu Geld und Krediten verwendeten. Jahrzehnte später wurde das Gesetz schrittweise geändert und 1975 schließlich aufgehoben.

Als Beispiel für seine These bringt Dalio Indien ins Spiel, wo die Regierung in Neu-Delhi derzeit ein Verbot von Bitcoin und anderen Kryptowährungen auslotet. "Wir werden sehen, was das bedeutet", so der Hedgefondsmanager. (mb)