Die Nachricht dürfte Wasser auf den Mühlen von Kritikern der Riester-Rente sein. Die Zahl der bestehenden Verträge der staatlich geförderten Altersvorsorge ist auf Jahressicht zum ersten Mal gesunken. Nach der offiziellen Statistik des Bundesarbeitsministerium (BMAS) existierten Ende 2018 insgesamt. 16.597.000 Verträge. Ein Jahr zuvor waren es noch 16.607.000 gewesen – der bisherige Rekordwert. Der Grund für den Rückgang über alle Sparten waren die geförderten Versicherungsprodukte, deren Zahl stark rückläufig war – wie schon den Jahren zuvor.

Fonds- und Wohn-Produkte können Minus bei anderen Sparten nicht ausgleichen
Laut der Statistik hält der Boom bei Fonds- und Wohn-Riester-Produkten an. Für die  geförderten Fonds-Produkte meldet das BMAS ein Plus von 60.000 Verträgen auf 3.293.000. "Wohn-Riesters" legten um 43.000 auf 1.810.000 zu. Beide Sparten erreichten damit neue Höchststände, aber zu wenig, um die Rückgänge bei den beiden anderen Produktgattungen auszugleichen.

Denn laut Ministerium betrug der Bestand der Versicherungslösungen Ende 2018 in Summe 10.819.000 – ein Minus von 62.000 Verträgen. Die Zahl der geförderten Banksparverträge ging um 50.000 auf 676.000 zurück. (jb)