Die Fondsgesellschaft Union Investment hat im Zuge der jüngsten Börseneinbrüche erneut bei dem Riester-Fondssparplan UniProfiRente dauerhaft von Aktien in Anleihen umgeschichtet. Betroffen sei eine Zahl "im niedrigen sechsstelligen Bereich“ wie die Fondsgesellschaft auf Rückfrage mitteilte. Union Investment verwaltete Ende August insgesamt 1.858.623 Riester-Verträge vom Typ UniProfiRente. Die Zahl der Betroffenen Anleger liege jedoch deutlich niedriger als im Jahr 2008, als 350.000 Verträge komplett umgeschichtet wurden.

Union Investment konnte keine Angaben dazu machen, wieviele der 350.000 Verträge, die 2008 betroffen waren, im August erneut umgeschichtet wurden. Ein Sprecher wies nur darauf hin, dass sich generell festhalten lasse, dass eher ältere Sparer mit verhältnismäßig kurzer verbleibender Restlaufzeit der UniProfiRente von Umschichtungen betroffen sind. Insgesamt 2992 UniProfiRenten laufen innerhalb der nächsten drei Jahre aus.

Grund für die Reallokationen ist der Mechanismus, den Union für Investments und die Absicherung der zukünftigen Rente einsetzt. Normalerweise fließen die Kundengelder –Enzahlungen plus Riester-Zulagen – von Anfang an komplett in Aktien. Im Falle einer starken Baisse wird die gesamte Sparsumme in Renten umgeschichtet und bleibt bis zum Ende der Vertragslaufzeit in Anleihen angelegt. Nur die künftigen "firschen" Einzahlungen werden in Aktien investiert. (jb)