Im klassischen Fondsbusiness, das seit geraumer Zeit unter den Attacken preisaggressiver ETF-Anbieter leidet, tobt eine Rabattschlacht. Im Kampf um Kunden und Marktanteile geraten nun auch die Gebühren im vergleichsweise jungen Segment der Robo-Berater ins Rutschen. Jedenfalls senkt Quirion, der Robo-Berater der auf Honorarmodelle spezialisierten Quirin Bank, die Preise um 0,15 Prozentpunkte. Die Gesamtkosten für die Online-Vermögensverwaltung sinken laut einer Pressemitteilung von 0,88 auf 0,73 Prozent im Jahr. Ermöglicht werde dies durch den Austausch einzelner Produkte, was die Fondskosten (TER) von ursprünglich 0,40 Prozent auf durchschnittlich 0,25 Prozent drückt. Die jährliche Verwaltungsgebühr bleibe bei 0,48 Prozent.

Dabei habe sich der Robo, der mittlerweile eine Lizenz gemäß  Paragraf 32 Kreditwesengesetz (KWG) besitzt, den Markteintritt von Indexfonds-Spezialist Vanguard in Deutschland zunutze gemacht. "Vanguard bietet ETF zu sehr günstigen Konditionen an und passt somit hervorragend zu unseren schlanken Kostenstrukturen",  erklärt Anna Voronina, Chefin von Quirion.

Die ersten 10.000 Euro zum Nullkostenpreis
"Damit bietet Quirion das mit Abstand günstigste breit diversifizierte Wertpapierportfolio am deutschen Markt an", so Voronina weiter. Die Gesamtkosten anderer Robos liegen ihrer Angabe nach oft bei einem Prozent per anno oder darüber. Das KWG-32-Institut, welches über 100 Millionen Euro verwaltet, wirbt weiter damit, dass die ersten angelegten 10.000 Euro komplett kostenfrei seien. Wer mehr als diesen Betrag anlegt, zahle für den übersteigenden Teil die übliche Pauschale von 0,48 Prozent. Einzige Voraussetzung: Der Anleger muss Neukunde sein. (fp)