"Royalty and Streaming": Neuer Fonds setzt auf Spezialsegment
Lizenzgebühren und Streaming-Vereinbarungen ermöglichen hohe Margen und Cashflows, argumentiert Haberger Asset Management – und lanciert einen Aktienfonds, der entsprechende Geschäftsmodelle aus verschiedenen Branchen bündelt.
Die Münchner Investmentboutique Haberger Asset Management hat ihre Produktpalette um den weltweit anlegenden Aktienfonds AFB Royalty and Streaming erweitert. Portfoliomanager Gunter Burgbacher setzt weltweit auf Aktien von Unternehmen, Holdings und Mischkonzernen, deren Geschäftsmodell auf wiederkehrenden Lizenzgebühren, Streaming-Vereinbarungen oder vergleichbaren vertraglich abgesicherten Cashflows basiert.
Royalty- und Streaming-Unternehmen beteiligten sich über Lizenzgebühren oder Vorabkaufvereinbarungen am wirtschaftlichen Erfolg ihrer Vertragspartner, ohne selbst die operativen Risiken des jeweiligen Geschäftsmodells zu tragen, erläutert Burgbacher. Dieses "Asset light"-Geschäftsmodell ermögliche häufig hohe Margen und Cashflows.
"Asymmetrisches Risikoprofil"
Als Beispiel für Royalty-Vereinbarungen nennt Burgbacher Unternehmen, die einem Minenbetreiber Kapital zur Verfügung stellen und im Gegenzug einen prozentualen Anteil an den zukünftigen Umsätzen der Mine erhalten. Bei einer Streaming-Vereinbarung stelle ein Unternehmen ebenfalls Kapital bereit, erhalte dafür jedoch das Recht, einen Teil der zukünftigen Produktion der Mine zu einem festgelegten, vergünstigten Preis zu erwerben.
Ähnliche Geschäftsmodelle würden auch in anderen Branchen an Bedeutung gewinnen, darunter Sektoren wie Pharma und Biotechnologie, Technologie, Musik und Medien, Energie oder Infrastruktur, so Burgbacher. "Royalty- und Streaming-Unternehmen verfügen häufig über ein asymmetrisches Risikoprofil: Sie partizipieren am langfristigen Erfolg ihrer Vertragspartner, ohne den vollen operativen Risiken ausgesetzt zu sein", sagt er. "Mit unserem neuen Fonds schaffen wir einen gezielten Marktzugang zu einem Spezialsegment, das bislang nur schwer investierbar war."
Beachtliche Performance
Das Investmentuniversum des Fonds enthält aktuell rund 100 Unternehmen, insbesondere Beteiligungsgesellschaften, Mischkonzerne und Holdings mit Fokus auf entsprechenden Geschäftsmodellen. 50 davon schaffen es in Burgbachers engere Auswahl, 15 bis 25 sollen letztlich im Portfolio landen.
In seinem 2019 aufgelegten, rund 50 Millionen Euro schweren Fonds AFB Global Equity Select setzt Burgbacher bereits auf Aktien aus dem "Royalty and Streaming"-Segment. Betrachtet man diese isolierte Teilstrategie, zeigt sich eine zwar volatile, unter dem Strich aber beachtliche Performance: Die Rendite der entsprechenden Titel im Global-Equity-Fonds seit Januar 2019 bis Ende Mai 2026 beziffert Burgbacher in einer Investorenpräsentation auf 26,7 Prozent per annum. Damit liegt dieses Teilportfolio deutlich vor dem Weltaktienindex MSCI World (+14,4 %), dem Technologieindex Nasdaq (+20,7 %) und auch dem "Global Royalties"-Index, den Solactive berechnet (+15,9 %).
Kooperation mit Hansainvest und Greiff Capital
Vermögensverwalter des neuen Fonds ist Greiff Capital Management aus Freiburg, als Service-KVG dient Hansainvest. Die jährliche Verwaltungsvergütung der Retail-Anteilsklasse (ISIN: DE000A4231C0) beträgt 1,7 Prozent. Hinzu kommt bei Überschreiten einer Hurdle-Rate von sieben Prozent eine erfolgsabhängige Vergütung von maximal zehn Prozent (High-Watermark-Prinzip). (bm)




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