Die VTB Direktbank, deutsche Zweigniederlassung der russischen VTB Bank (Europe), hat ihre Produktpalette mit "VTB Invest" um eine digitale Lösung für die Vermögensverwaltung erweitert. Einer Pressemittelung zufolge bietet die Bank nun auch deutschen Kunden ein breit gestreutes Portfolio aus börsengehandelten Fonds (ETFs) an, das anhand ihrer individuellen Präferenzen bestückt wird. Das Produkt, das vom österreichischen Fintech Finabro im Rahmen einer White-Label-Lösung konzipiert wurde, steht ab einer monatlichen Einzahlung von 50 Euro oder einer Einmalanlage von 500 Euro zur Verfügung. Je nach Anlagevolumen liegen die jährlichen Gebühren zwischen 1,0 und 1,2 Prozent. 

Win-Win-Situation
Die Motive für das Angebot erinnern an das Modell, das auch die ING-Diba 2017 dazu bewog, mit Scalable zu kooperieren: Wie die ING gehört auch die VTB zu jenen Banken, die Renditesucher mit attraktiven Tages- und Festgeldern locken – auf den einschlägigen Festgeld-Vergleichsportalen im Internet findet man die Bank stets relativ weit oben. Diese Zinsen muss die VTB im aktuellen Niedrigzinsumfeld aber auch erwirtschaften, sodass ein Robo beiden Seiten hilft: Festzinsverliebte Kunden, die stattdessen die digitale Vermögensverwaltung in Anspruch nehmen, sichern sich so Chancen auf höhere Renditen und entlasten durch ihren Wechsel zugleich die VTB auf der Zinsseite.

"In Niedrigzinsphasen suchen viele Anleger nach Produkten, die ihnen höhere Renditechancen bieten. Viele scheuen sich jedoch vor komplexen Produkten, hohen Verwaltungsgebühren und Fondskosten sowie dem schwer einzuschätzenden Anlagerisiko. Hinter VTB Invest steckt die Idee, unseren Kunden möglichst leicht einen Zugang zu den Kapitalmärkten zu verschaffen”, sagt daher auch Patrick Lehnert, verantwortlich für das neue Produkt. (jb)