Venture Capital: MIG steigt bei Brain aus
Die MIG-Fonds 3, 4, 5 und 13 haben ihre Aktien an dem Portfoliounternehmen Brain Biotechnology verkauft. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet und notiert seit 9. Februar 2016 an der Frankfurter Börse. Die Aktie startete mit neun Euro, erlebte seit vergangenem Herbst einen Höhenflug und notierte Ende Januar bei rund 25 Euro. Bis 10. Februar 2017 fiel der Kurs auf 18,27 Euro. Die MIG-Fonds hielten 15,4 Prozent des Grundkapitals und durften die Brain-Aktien nach dem Börsengang zwölf Monate nicht verkaufen ("Lock-up Frist"). Nun haben sie in einer außerbörslichen Transaktion ihre 2,53 Millionen Anteile an, wie es heißt, mehr als 20 institutionelle Investoren verkauft. Durch die Umplatzierung der Aktien erhöht sich der Free Float der Brain-Aktie von 22 auf nun 37 Prozent.


Immobilien: HTB schließt Zweitmarktfonds
Die HTB Gruppe hat ihren 2016 aufgelegten Publikums-AIF "HTB 7. Immobilien Portfolio" mit 21,7 Millionen Euro platziertem Eigenkapital geschlossen. Ursprünglich war ein Platzierungsvolumen von 15 Millionen Euro geplant. Die Immobilien-Zweitmarktfonds von HTB haben im vergangenen Jahr nach Unternehmensangaben fünf bis 20 Prozent an die Anleger ausgeschüttet und "damit ihre Prognosen mindestens erreicht beziehungsweise übertroffen". Im ersten Quartal will HTB einen neuen Retailfonds auf den Markt bringen.


Immobilien: Neues Angebot von Primus Valor
Das Mannheimer Emissionshaus Primus Valor AG hat den Publikumsfonds "Immo Chance Deutschland 8 Renovation Plus" (ICD 8) auf den Markt gebracht. Der Fonds soll mindestens 25 Millionen Eigenkapital einwerben und Wohnimmobilien kaufen, um sie anschließend energetisch zu sanieren. Der ICD 8 hat bereits die erste Investition in Siegen getätigt. Das Portfolio umfasst 106 Wohneinheiten. Primus Valor stellt den Anleger des neuen Fonds für die Jahre 2017 vier Prozent und 2018 5,5 Prozent Rendite pro Jahr in Aussicht.


Immobilien: Patrizia plant neuen Fonds in Mainz
Die Patrizia Gruppe arbeitet an einem neuen Publikumsfonds, für den sie ein Büro- und Geschäftshaus in der Mainzer Innenstadt gekauft hat. Das fünfgeschossige Gebäude wurde 1997 gebaut und verfügt über eine Gesamtmietfläche von rund 48.000 Quadratmetern, die als Büros, Arztpraxen und Tageskliniken, Einzelhandel, Gastronomie sowie Theater- und Freizeiteinrichtungen verwendet werden. Zu den Hauptmietern gehören unter anderem das Land Rheinland-Pfalz, die Deutsche Bahn, das Bundesamt für Güterverkehr, die Allianz, die Restaurantkette Vapiano und der Einzelhändler Rewe. Für den neuen Privatanleger-Fonds will Patrizia rund 64 Millionen Euro Eigenkapital bei privaten Anlegern einsammeln. Die Auflage soll noch in der ersten Hälfte des Jahres 2017 erfolgen.


Immobilien: BVT kauft Fachmarktzentraum
Der Fondsmanager BVT hat vom Projektentwickler Ratisbona für 12 Millionen Euro ein Fachmarktzentraum in Blankenheim südwestlich von Bonn (Nordrhein-Westfalen) erworben. Die Transaktion fand laut Ratisbona bereits Ende 2016 statt. Der Verkäufer hatte die Immobilie nach eigenen Angaben im Jahr 2013 gekauft und danach revitalisiert. Langfristige Hauptmieter des Fachmarktzentrums sind Aldi, Kik, Rewe und Rossmann. Die Gesamtmietfläche beträgt 6.000 Quadratmeter.


Schiffe: Zech-Reederei übernimmt Rickmers-Linie
Die zur Zech Group gehörende Reederei Zeaborn hat das Liniengeschäft der Rickmers-Linie mit allen Standorten, Mitarbeitern, Geschäftsführung und der Charterflotte sowie den Tochtergesellschaften, darunter MCC Marine und NPC Projects, übernommen. Die Rickmers-Linie ist im Bereich Projektseefracht spezialisiert. Zusammen verfügen Zeaborn und die Rickmers-Linie (mit NPC und MCC) über eine kombinierte Flotte von rund 50 Mehrzweckschiffen. Die Reederei Zeaborn wurde im Jahr 2013 als Spezialisitin im im MPP-Segment gegründet. Die Übernahme der Rickmers-Linie stand unter dem Vorbehalt der Zustimmung der finanzierenden Banken der Rickmers Gruppe und steht weiterhin unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe.


Schiffe: Maersk fährt in tiefrote Zahlen
Der dänische Konzern Maersk hat 2016 einen heftigen Verlust in Höhe von 1,9 Milliarden US-Dollar erlitten. Der Umsatz brach gegenüber 2015 um zwölf Prozent auf 35,5 Milliarden US-Dollar ein. Das operative Ergebnis verschlechterte sich um ein Viertel, betrug aber noch 6,8 Milliarden US-Dollar. Die Linienreederei Maersk Line konnte zwar beim transportieren Volumen zulegen (plus 9,4 Prozent) und profitierte von deutlich geringeren Spritzkosten. Allerdings litt die voriges Jahr um etwa zehn Prozent gewachsene Flotte unter dem Einbruch der Frachtraten (minus 19 Prozent). In Summe machte die Reederei um 13 Prozent weniger Umsatz in Höhe von 20,7 Milliarden US-Dollar. Unterm Strich entstanden 376 Millionen US-Dollar Verlust, nachdem Maersk Line ein Jahr zuvor noch 1,3 Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht hatte.


Portfolioinvestments: Neuer Vermögensanlagen-Sparplan
Der Initiator Steiner + Company hat seinen neuen "Multi Asset Portfolio Anspar Plan 4" ins Rennen geschickt. Die Investoren zeichnet hier aber keine Beteiligung an einem geschlossenen Fonds, sondern sie gehen stille Beteiligungen mit qualifiziertem Nachrang an Kommanditgesellschaften ein. Die Investitionen erfolgen über drei Gesellschaften, die ausschließlich mit Eigenkapital ausgestattet werden sollen. Das geplante Emissionsvolumen beträgt insgesamt 30 Millionen Euro. Es sind Investitionen in der maritimen Wirtschaft, in Immobilien, in erneuerbare Energien und und in Private Equity geplant.


Energie: KGAL investiert in nordische Windräder
Die KGAL Gruppe erwirbt vom schwedischen Unternehmen Eolus Vind zwei noch nicht errichtete Windparks mit einer Größe von 15,4 Megawatt (MW) in Südschweden. Der Windpark "Gunillaberg" liegt rund 20 km westlich der Stadt Jönköping östlich von Göteburg und wird aus vier Anlagen bestehen. Im Windpark "Lunna" weren drei Windräder errichtet; er liegt auf halber Strecke zwischen Göteburg und Stockholm. Die Fertigstellung beider Projekte ist für August 2017 geplant. Die Windparks Lunna und Gunillaberg sind Bestandteil eines institutionellen Fonds für erneuerbare Energien.


Zweitmarkt: Starker Jahresauftakt
Das neue Jahr hat bei der Fondsbörse Deutschland gut begonnen. Im Januar verzeichnete die Zweitmarkt-Plattform 26,21 Millionen Euro nominales Handelsvolumen. Davon entfielen 21,44 Millionen Euro auf Anteile an Immobilienfonds. Im Vergleich zum Januar 2015 hat sich das Transaktionsvolumen beinahe verdoppelt. "Insgesamt wurden im ersten Monat des Jahres mit Hilfe der führenden Handelsplattform für geschlossene Fonds 456 Anteile unternehmerischer Beteiligungen gehandelt, was ebenfalls einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr entspricht", teilte die Fondsbörse mit. Für einen durchschnittlichen Kurs von 52,29 Prozent werden im Januar 304 Transaktionen mit Immobilienfonds vollzogen.


Private Equity: Starke Performance
Der Private-Equity-Manager RWB hat mitgeteilt, dass die Dachfonds im vergangenen Jahr aus ihren Beteiligungen 184,6 Millionen Euro Rückflüsse erhalten haben. Gegenüber 2015 seien die Returns um 32 Prozent gestiegen. Der durchschnittliche realisierte Verkaufsmultiplikator von 1,9x liege im Bereich des langjährigen Mittelwertes der RWB-Fonds. "RWB hat die höchsten Rückflüsse aus erfolgreichen Unternehmensverkäufen seit Bestehen des Unternehmens erzielt", heißt es in einer Aussendung. Von der Entwicklung hätten insbesondere Anleger des Ende 2008 mit knapp 600 Millionen Euro Volumen geschlossenen Fonds "RWB International III" profitiert. Die Rückflüsse in diesem Fonds betrugen nach Unternehmensangaben 76,2 Millionen Euro.


Crowdinvesting: Express-Platzierung I
Die Plattform Exporo hat für das Projekt "Herriotstraße" in wenigen Tagen 2,1 Millionen Euro bei Crowdinvestoren akquiriert. Die Anleger stellen ihr Kapital in Form eines Nachrangdarlehens zur kurzzeitigen Refinanzierung eines bestehenden Bürogebäudes in Frankfurt-Niederrad zur Verfügung. Das Investment ist laut Exporo über eine erstrangige Grundschuld abgesichert und dauert nur zehn Monate. Die Rückzahlung ist bereits Mitte Dezember 2017 fällig. Die Anleger sollen 4,75 Prozent Zinsen p.a. erhalten. Unterdessen meldete Exporo, dass die Plattform im vorigen Jahr 24 Projekte vermarktet und insgesamt 22,7 Millionen Euro Crowdkapital umgesetzt hat. Gegenüber 2015 hat sich das Platzierungsvolumen "verdreieinhalbfacht". Außerdem wurden fünf Projekte mit 6,3 Millionen Euro Investitionskapital an die Anleger zurückgezahlt. Bei Exporo sind nach eigenen Angaben 80 Prozent der Investoren männlich und durchschnittlich 51 Jahre alt. Ein Fünftel kommt aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gefolgt von Bayern mit 15 Prozent und Baden-Württemberg mit rund 12 Prozent.


Crowdinvesting: Express-Platzierung II
Die Plattform Zinsbaustein meldet "die schnellste Projektfinanzierung in ihrer Geschichte". In nur 19 Stunden hätten Anleger 800.000 Euro in drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 18 Wohneinheiten in Herzogenaurach investiert. Die Finanzierung in Form eines Mezzanine-Darlehens läuft 24 Monate. Investoren sollen eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals von 5,25 Prozent pro Jahr erhalten. "Die Nachfrage nach dieser Anlageform ist ungebremst", meint Zinsbaustein-Geschäftsführer Frank Noé.


Geschlossene Fonds: Ombudsstelle neu
Die Ombudsstelle Geschlossene Fonds hat Anfang Februar die Anerkennung als private Verbraucherschlichtungsstelle gemäß der europäischen Richtlinie über alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten (ADR-Richtlinie) erhalten. Mit der Anerkennung wurde der Name der Ombudsstelle in "Ombudsstelle für Sachwerte und Investmentvermögen" geändert. Dadurch werde besser deutlich, dass die Ombudsstele nicht nur für Altfonds, sondern auch für die Alternatien Investmentfonds (AIF) zuständig sei. Und weiter heißt es in einer Mitteilung von Geschäftsführerin Marie-Luise Kern: "An der Zuständigkeit der Ombudsstelle ändert sich künftig nichts. Die neue Verfahrensordnung sieht lediglich kleinere Änderungen des Verfahrensablaufs vor. Für Altfonds bietet sie den Ombudsleuten außerdem künftig mehr Möglichkeiten zur Schlichtung." (ae)