ING Investment Management (ING IM) hält das fundamentale Bild der Schwellenländeranleihen (Emerging Markets Debt/EMD) auch vor dem Hintergrund der anhaltenden Kreditkrise für attraktiv. Mit ihrem bereits im Februar 1993 aufgelegten ING (L) Renta Fund EMD Hard Currency (LU0041345751) kann die Gesellschaft auf eine 15-jährige Expertise und Track Record im Bereich der Schwellenländeranleihen zurückblicken.

Die globale Finanzkrise ist auch an dem Markt für Schwellenländeranleihen nicht spurlos vorbeigegangen. So sind die Risikoprämien für Anleihen aus den Emerging Markets in den vergangenen acht Monaten deutlich gestiegen. Dennoch ist das fundamentale Bild der Schwellenländeranleihen unverändert attraktiv: "Die Papiere profitieren von dem weiterhin hohen wirtschaftlichen Wachstum der Emerging Markets sowie von dem anhaltenden weltweiten Rohstoffboom", sagt Gorky Urquieta, Global Head of Emerging Market Debt bei ING Investment Management. "Darüber hinaus gehen wir von einer weiteren Verbesserung der Bonität und Transparenz in dieser Assetklasse aus", so Urquieta weiter.

Für langfristig orientierte Anleger, die nach Diversifikationsmöglichkeiten abseits der etablierten Rentenmärkte suchen, böten Schwellenländeranleihen somit weiteres Potenzial. Von der weiteren Verbesserung des Kreditrisikos und der Konvergenz an die Anleihen etablierter Märkte würden vor allem Emerging Markets-Investments in Hartwährungen (Hard Currencies), wie Euro oder US-Dollar, profitieren.

Dies zeige die erfolgreiche Entwicklung des ING (L) Renta Fund EMD Hard Currency, der in auf Euro lautende Schwellenländeranleihen aus Latein-Amerika, Ost-Europa, dem Mittleren Osten, Asien und Afrika investiert. Seit seiner Auflage vor genau 15 Jahren hat der Fonds einen Brutto-Wertzuwachs von insgesamt 14,59 Prozent annualisiert erwirtschaftet. In den vergangenen fünf Jahren weist der 1,3 Milliarden Euro große Fonds eine annualisierte Brutto-Rendite von 13,1 Prozent auf (per 29.02.2008). Damit liegt der Fonds über seinem Vergleichsindex EMBI Global Diversified hedged to Euro mit 10,33 Prozent per annum. Gleichzeitig positioniert sich der Fonds kontinuierlich im obersten Quintil seiner Peer Group (Lipper Leader über 3, 5 und 10 Jahre).

Das global aufgestellte EMD-Team unter der Leitung von Gorky Urquieta verwaltet für ING Investment Management insgesamt 9,3 Milliarden Euro (per Dez. 2007) in Schwellenländeranleihen. Grundlage ist ein strukturierter, Researchbasierter Investmentprozess: Mittels Top Down-Ansatz werden attraktive EMD-Sektoren unter Berücksichtigung globaler und fundamentaler Marktdaten identifiziert. Die einzelnen Länder werden anschließend bottom-up durch ein umfangreiches quantitatives und qualitatives Scoring-Modell bewertet, das sowohl Wachstumskennzahlen als auch politische Faktoren und Reformen der Länder gewichtet.

Für den ING (L) Renta Fund EMD HC hat das Fondsmanagement aktuell Anleihen aus Venezuela, Argentinien und Brasilien übergewichtet, welche jüngst eine massive Ausweitung ihrer Yield-Spreads erlebt haben. Die Papiere dieser Länder bieten Anlegern attraktive Chancen, denn die Länder befinden sich in einer guten wirtschaftlichen Verfassung. So profitiert Venezuela etwa weiterhin von den hohen Ölpreisen. Trotz sinkender Vermögenswerte hat das Land zudem keine Probleme, seine Schulden zurück zu zahlen.

Auch in Argentinien stehen die Ampeln auf grün: Das Land erholt sich weiter von der schweren Krise Anfang des Jahrtausends, die Wirtschaft wächst unverändert stark und wird nicht nur durch die steigenden Exportzahlen, sondern auch durch die Erholung des Konsums im eigenen Land gestützt. Auch Brasilien, der größte Schwellenmarkt, bietet zunehmend interessante Investmentmöglichkeiten. Die günstige Stimmung für das Land resultiert vor allem aus der Annahme, dass eine Rezession in den USA dem bedeutenden Rohstoff-Exporteur Brasilien nicht viel anhaben kann, da nur 15 Prozent aller Exporte des Landes in die USA gehen.

Für 2008 rechnen die EMD-Experten von ING Investment Management mit einer weiterhin positiven Entwicklung der Schwellenländermärkte. "Unser Kernszenario für die wirtschaftliche Entwicklung in den USA lässt eine leichte Rezession in 2008 mit langsamer Erholung in 2009 erwarten", sagt Gorky Urquieta. "Auch wenn sich das Wachstum in den Emerging Markets vor diesem Hintergrund verlangsamt, so liegt es mit erwarteten 5 Prozent zum sechsten Mal in Folge deutlich über dem langfristigen Trend sowie über dem Wachstum etablierter Märkte." (ir)