Die Analysten von Scope haben erneut die Noten von rund 7.100 Fonds überprüft. Diesmal bekamen 243 Produkte ein Upgrade, 269 ein Downgrade. Erstmals bewertet wurden 61 Portfolios, davon erhielten elf aktive Fonds ein Top-Rating von "A" oder "B" auf der Scope-Skala von "A" bis "E".

Zu den Aufsteigern gehört der DWS Top Dividende. Der Dividendenfonds hatte zwei Jahre fast ununterbrochen nur ein "D"-Rating, da er in seiner Vergleichsgruppe keine überzeugende Vorstellung lieferte. "Nun steht nach langer Durststrecke wieder ein durchschnittliches Rating auf dem Papier. Ob das Produkt seine Leistung wird halten oder sogar verbessern können? Den Anlegern, die das Volumen des globalen Dividendenfonds auf mehr als 20 Milliarden Euro gehievt haben, wäre es zu wünschen", kommentiert Scope-Analyst Florian Koch.

Dass der Fonds mittlerweile Note "C" trägt, verdanke er zum einen seiner guten kurzfristigen Performance: Über ein Jahr steigerte er seinen Wert um 9,0 Prozent, während die Peergroup nur auf 4,6 Prozent kam. Zum anderen seien die Risikokennzahlen durchweg überzeugend. Volatilität und maximaler Verlust seien über alle Betrachtungszeiträume niedriger als die der Vergleichsgruppe. "In Sachen Defensive hat der DWS Top Dividende also stets geliefert, nur die Offensive ließ mittel- bis langfristig zu wünschen übrig", stellt Koch klar.

Fidelity US High Yield erobert Top-Rating zurück
Der Fidelity Funds – US High Yield führte seit Anfang 2024 ein "C"-Rating, jetzt ist ihm die Rückkehr auf Note "B" gelungen, die er zuvor jahrelang innehatte, wie der Scope-Experte erläutert. Der Fonds investiert vornehmlich in hochverzinste Unternehmensanleihen, die in US-Dollar notieren. Die meisten Papiere im Portfolio sind mit "BB" oder "B" bewertet. Das Managementteam wählt die Titel anhand von Fundamentaldaten aus und achtet auf eine angemessene Liquidität und Diversifizierung, um die Risiken von Hochzinsanleihen kontrollieren zu können. "Langfristig hat der Fonds gut performt, die jüngere Vergangenheit sieht weniger rosig aus. In der Gesamtschau kann sich der Fonds aber trotzdem auf ein überdurchschnittliches Rating vorkämpfen", schreibt Koch.

MSIF Global Brands verliert zusehends an Kraft
Zwei Klassiker von Morgan Stanley müssen dagegen Federn lassen und werden von "C" auf "D" herabgestuft. "Dass die Fonds jeweils fünfstellige Milliardenbeträge verwalten, zeigt, wie glorreich frühere Zeiten gewesen sind. Der MSIF Global Brands war Mitte 2023 noch mit 'A' bewertet, der MSIF Global Opportunity bis Anfang 2022. Danach ging es mit beiden bergab, wobei Letzterer zwischendurch immerhin eine längere Erholungsphase hatte", schreibt Koch.

Der MSIF Global Brands habe in puncto Rendite über alle Betrachtungszeiträume schlechter abgeschnitten als die Vergleichsgruppe. Katastrophal waren Koch zufolge die vergangenen zwölf Monate, in denen der Fonds für weltweite Markenunternehmen fast sechs Prozent an Wert verlor, während die Konkurrenz im Mittel um fast acht Prozent zulegte. Auch viele Risikoparameter sind schlechter als die der Vergleichsgruppe. (fp)


Zur Ratingmethodik: Das Scope-Fondsrating bewertet die Qualität eines Fonds innerhalb seiner Vergleichsgruppe. Das Rating reflektiert unter anderem die langfristige Ertragskraft und die Stabilität der Fondsperformance sowie das Timing- und das Verlustrisiko. Das System umfasst fünf Ratingstufen – von "A" bis "E". Als Top-Noten gelten "A" und "B". Ein qualitatives Rating, das eine tiefgehende Einsicht in die Arbeitsprozesse voraussetzt, wird nur im Auftrag der jeweiligen Fondsgesellschaft vorgenommen. Für Fonds mit einer Historie von über 60 Monaten wird von Scope ohne Auftrag ein rein quantitatives Rating ermittelt.