Die Ratingagentur Scope hat die Einstufungen für fast 7.300 Fonds aktualisiert. Verbessern konnten sich 290 Produkte, abwärts ging es für 277. Zu den 290 Portfolios, die sich verbessern konnten, gehört der BGF World Technology. Über das gesamte Kalenderjahr 2025 hatte der Tech-Fonds aus dem Hause Blackrock Ratingpunkte verloren. Doch seit Januar dieses Jahres geht es wieder bergauf, der Fonds hat nun wieder die Note "B" – auf einer Skala von "A" bis "E".

"Die Zwölf-Monats-Performance des Produkts für globale Technologieaktien ist mit 63 Prozent geradezu absurd. Damit war es noch einmal deutlich besser als die Peergroup, die auf einen Zuwachs von 49 Prozent kam. Auch über drei und fünf Jahre übertraf der Blackrock-Fonds den durchschnittlichen Konkurrenten", urteilt Scope-Analyst Florian Koch. Erkauft werde die hohe Rendite mit erhöhten Risikokennzahlen. Sowohl der maximale Verlust als auch die Volatilität waren über die betrachteten Zeiträume höher als das Mittel der Vergleichsgruppe. 

Fidelity World mit starken Renditezahlen
Ein anderer Fonds, der sich verbessern konnte, ist der Fidelity Funds – World. In der Vergangenheit erfolgreich, hatte er seit Ende 2024 – mit einer einzigen Ausnahme – auf einem "C"-Rating verharrt. Nun steht er wieder auf "B". "Grund für die Heraufstufung sind die starken Renditekennzahlen. Über ein Jahr liegt das Produkt genauso über dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe wie über drei und fünf Jahre. Die Volatilität ist dagegen schlechter", so der Scope-Experte.

Der flexible Mischfonds R-Co Valor von Rothschild & Co. Asset Management überzeugte lange Jahre mit einem stabilen Top-Rating. Doch seit Ende 2025 hat die Rating-Punktzahl laut Scope beständig abgenommen, sodass es jetzt nur noch für die Note "C" reicht. "Allerdings macht der Fonds langfristig eine außerordentlich gute Figur. So erzielte er über zehn Jahre ein Plus von 9,1 Prozent p.a., während die Vergleichsgruppe nur auf 4,1 Prozent kommt. Auf Jahressicht gelingt es ihm aber nicht, die Peergroup zu übertreffen. In Kombination mit den schwächeren Risikokennzahlen führt das nunmehr zu einer mittelmäßigen Bewertung", schreibt Koch. (fp)


Zur Ratingmethodik: Das Scope-Fondsrating bewertet die Qualität eines Fonds innerhalb seiner Vergleichsgruppe. Das Rating reflektiert unter anderem die langfristige Ertragskraft und die Stabilität der Fondsperformance sowie das Timing- und das Verlustrisiko. Das System umfasst fünf Ratingstufen – von "A" bis "E". Als Top-Noten gelten "A" und "B". Ein qualitatives Rating, das eine tiefgehende Einsicht in die Arbeitsprozesse voraussetzt, wird nur im Auftrag der jeweiligen Fondsgesellschaft vorgenommen. Für Fonds mit einer Historie von über 60 Monaten wird von Scope ohne Auftrag ein rein quantitatives Rating ermittelt.