Gute Nachrichten für Anleger in offene Immobilienfonds. Die durchschnittliche Vermietungsquote der Portfolios steigt seit 2011 kontinuierlich an. Auch im vergangenen Jahr legte sie erneut zu und beträgt nun fast 96 Prozent – zum Vergleich: 2011 betrug die durchschnittliche Vermietungsquote nur 91,8 Prozent. Das ergab eine Analyse der Ratingagentur Scope, die die Vermietungsquoten der 15 offenen Immobilienpublikumsfonds unter die Lupe nahm, deren Portfolio überwiegend aus Gewerbeimmobilien besteht.

Die Vermietungsquote hat einen hohen Einfluss auf die Fondsperformance und ist daher eine der wichtigsten Kennzahlen zur Bewertung. Es ist daher eine der wichtigsten Aufgaben des Fondsmanagements, die Vermietung auf einem hohen Niveau zu halten. Sinkt die Vermietungsquote eines Fonds signifikant, hat dies einen deutlich negativen Einfluss auf das Rating.

Fondsmanager räumen auf
Scope zufolge basiert der erneute Anstieg der Vermietungsquoten zum Teil auf der nach wie vor hohen Flächennachfrage insbesondere auf den europäischen Büromärkten. Ein weiterer Aspekt: Zahlreiche Fondsanager nutzen das aktuelle Hochpreisumfeld weiterhin gezielt für Portfoliobereinigungen. Dabei werden häufig Objekte mit hohem Leerstand veräußert. Auch der Ankauf voll vermieteter großvolumiger Objekte wirkt sich positiv auf die Vermietungsquote aus.

Null Leerstand beim Deka-Immobilien Nordamerika
Im Detail konnten zehn der 15 Fonds ihre Vermietungsquote steigern. Den stärksten Anstieg innerhalb des vergangenen Jahres verzeichnete der Grundbesitz Global – von 90,4 auf 95,5 Prozent. Fünf Fonds mussten im vergangenen Jahr einen Rückgang der Vermietungsquote hinnehmen. Am stärksten sank sie beim Deka-Immobilien Global – wenn auch wenig bedrohlich von 97,0 auf 95,7 Prozent. 

Aufgrund der natürlichen Mieterfluktuation betrachtet Scope Vermietungsquoten bereits ab 98 Prozent als Vollvermietung und vergibt im Rahmen des Ratings hierfür die maximale Bewertung. Diese Schwelle nehmen aktuell fünf der 15 Fonds. Das Spektrum der Vermietungsquote reicht derzeit von 93,8 Prozent beim Hausinvest bis zu 100 Prozent beim Deka-Immobilien Nordamerika. (jb)