Dass Verbraucher in Deutschland privat fürs Alter vorsorgen sollten, ist bekannt. Die gesetzliche Rente wird niedriger ausfallen, als viele denken. Viele Bundesbürger und -bürgerinnen kümmert sich dennoch nicht darum, sei es da sie keine Lust oder Zeit haben. Hier möchte der Anbieter Vantik ansetzen. Das Berliner Fintech hat in Kooperation mit Mastercard und der Banking-as-a-Service-Plattform Vodeno ab April ein Angebot für Spar-Muffel ersonnen: Eine kostenlose Kreditkarte, bei deren Nutzung automatisch ein Prozent jeder Zahlung als Cashback in ein nachhaltiges Portfolio aus börsengehandelten Indextrackern (ETFs) angelegt wird. Details des Angebotes wie Kosten sind noch nicht bekannt.

"Trotz des Bewusstseins, privat unbedingt mehr für die Altersvorsorge tun zu müssen, handeln die Menschen noch nicht", stellt Til Klein fest, Gründer von Vantik, das 2019 mit dem Angebot eines ETF-Dachfonds als Spar-Vehikel fürs Alter an den Markt kam. Dem Altersvorsorgemarkt fehle bis dato ein innovativer Ansatz, um Menschen auf einfache und flexible Weise für das Sparen zu motivieren. "Mit der Einführung der Vantikcard machen wir den Einstieg in die Altersvorsorge einfach und zeigen zudem, dass Altersvorsorge auch ohne Bedienungsanleitung funktioniert", so Klein.

Mikroinvestment-Anbieter in Deutschland
Vantik ist nicht der einzige Anbieter solcher sogenannter Mikroinvestments, mit deren Hilfe Personen "angestupst" werden sollen, auch sehr kleine Summe anzulegen oder zu sparen. Im vergangenen Herbst schaltete das Hamburger Start-up Rubarb seine Mikroinvestment-App frei, die eine Fondsanlage, abgesehen von den Fondskosten, zum Nulltarif anbietet. Ebenfalls aktiv ist das niederländische Start-up Peaks. Aus Österreich kommt Own360, welches Kunden in Deutschland sofort Fondssparpläne zum Nulltarif bietet. (jb)


Lesen Sie zum Thema "Mikroinvestments" auch den Beitrag "Digitales Sparschwein" in der Ausgabe 4/2020 von FONDS professionell. Angemeldete KLUB-Mitglieder finden den Artikel auch hier im E-Magazin.