SpaceX-IPO: Union Investment griff zu – und verkauft schon wieder
Union Investment hat sich mit zahlreichen Fonds und Mandaten am Börsengang von SpaceX beteiligt. Nach dem kräftigen Kursanstieg unmittelbar nach dem IPO verkauften einige Portfoliomanager bereits wieder einen Teil ihrer Aktien.
Union Investment hat beim Rekord-Börsengang von SpaceX für mehrere Dutzend Mandate Aktien gezeichnet. Einen Teil der Titel veräußerte die Fondsgesellschaft wenig später wieder. Das sagte André Haagmann, Vorstandschef der DZ-Bank-Tochter, in einem Interview mit "Bloomberg News".
"Beim Börsengang haben wir eine Top-Zuteilung in Europa bekommen", sagte er. "Wir haben dann nach den deutlichen Kursanstiegen einen Teil wieder verkauft und für unsere Anleger Gewinne mitgenommen. Das waren die Entscheidungen der einzelnen Portfoliomanager, je nach Mandat."
Aktien für 38 Mandate gezeichnet
Insgesamt zeichnete Union Investment für 38 Mandate. Dazu gehörten unter anderem große Aktienfonds wie der Uniglobal, der Unifavorit: Aktien und der Unimarktführer. Ebenfalls berücksichtigt wurden spezialisierte Produkte mit entsprechendem Anlageuniversum wie der Unisector: High Tech oder der Uniindustrie 4.0. Darüber hinaus erhielt das Unternehmen auch für Multi-Asset-Produkte beziehungsweise Mischfonds sowie einzelne Spezialmandate eine Zuteilung.
Union Investment hat nach eigenen Angaben das Unternehmen, dessen Geschäftsmodell sowie Wachstumschancen sorgfältig analysiert und in Bezug zum Emissionspreis gesetzt. Dieses Verhältnis erschien dem Fondshaus zum Zeitpunkt des IPO attraktiv, daher sei gezeichnet worden.
Kursanstieg führte zu Umschichtungen
Die ersten Handelstage der SpaceX-Aktie nach dem Rekordbörsengang mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar waren von einer Volatilität geprägt, wie sie typischerweise bei Neuemissionen mit geringem Streubesitz zu beobachten ist. Seit dem Börsengang legte die Aktie um rund ein Fünftel zu.
Nach Angaben von Union Investment gehört die Teilnahme an Neuemissionen zum normalen Geschäft – auch wenn der Börsengang von SpaceX aufgrund seiner Größe, des Geschäftsmodells und der Begleitumstände kein gewöhnlicher IPO gewesen sei.
Mit den deutlichen Kursgewinnen nach dem Börsengang hätten sich sowohl die Bewertung der Aktie als auch ihr Gewicht in den Portfolios verändert. Dadurch sei eine Neubewertung der Positionsgrößen in den einzelnen Fonds erforderlich geworden. Je nach Situation hätten sich einige Fondsmanager entschieden, ihre Gewichtung – auch unter Risikomanagement-Aspekten – zu reduzieren. Nähere Einzelheiten nannte das Fondshaus nicht. (mb/Bloomberg)




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