Sparkassenkunden können bald mit ihrem iPhone mobile Zahlungen von ihrem Girokonto aus tätigen – dank einer Kooperation zwischen den Sparkassen und dem iPhone-Hersteller Apple. Noch im laufenden Jahr wollen die Sparkassen eine Schnittstelle zwischen Girokonto und iPhone einrichten und Kunden so das mobile Bezahlen mit dem Bezahldienst Apple Pay ermöglichen. "Wir führen dazu sehr positive Gespräche mit Apple und hoffen, diese bald zum Abschluss bringen zu können", so Helmut Schleweis, Präsident des Deutsche Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), im "Handelsblatt".

Apple Pay ist Ende vergangenen Jahres in Deutschland gestartet. Der Tech-Konzern arbeitet seither mit mehreren Banken zusammen. Solche Kooperationen sind nötig, damit Bankkunden den Dienst überhaupt nutzen können. Beim mobilen Bezahlen per Handy werden Daten mit der NFC-Technik übertragen, dafür braucht es eine Schnittstelle. Apple hat den direkten Zugriff auf diese Schnittstelle für andere Bezahldienste gesperrt, sodass iPhone-Nutzer nur mit Apple Pay mobil bezahlen können.

Steht Paydirekt vor dem Aus?
Die Zusammenarbeit mit Apple könnte darauf hin deuten, dass die Sparkassen ihrem eigenen mobilen Bezahldienst schrittweise den Rücken kehren. Paydirekt ist vor mehr als drei Jahren als gemeinsames Projekt der Privat- und Genossenschaftsbanken sowie der Sparkassen an den Start gegangen und sollte dem US-Dienst Paypal Konkurrenz machen. Paydirekt ist allerdings bisher nie richtig in Schwung gekommen. Zuletzt hatten mehrere kleinere Privatbanken angekündigt, sich nicht länger an dem Bezahldienst beteiligen zu wollen. (fp)