Das Angebot an nachhaltig investierenden Investmentfonds hat im Laufe der vergangenen drei Jahre enorm zugenommen. Ein Problem ist dennoch geblieben: Die Produkte tun sich immer noch schwer in Bezug auf eine möglichst umfassende Klimaneutralität. Das will die in Frankfurt ansässige Triodos Bank nun ändern. Wie FONDS professionell ONLINE vorab erfahren konnte, bietet das bereits 1980 gegründete Institut, nach eigenem Bekunden Europas führende Nachhaltigkeitsbank, seinen Anlagekunden ab sofort die Möglichkeit, komplett klimaneutral zu investieren.

Dies funktioniere, weil die im Vergleich bereits sehr geringen verbleibenden klimaschädlichen Emissionen der über die Triodos-Plattform vermittelten Impact-Fonds vollständig kompensiert werden. "Diese Pionierleistung ist mit keinen Kosten für den Anleger verbunden und deutschlandweit ein einzigartiges Statement gegen die Klimakrise", schwärmt Georg Schürmann, Geschäftsleiter der Triodos Bank Deutschland.

Nachhaltige Fonds haben sich in der Coronakrise bwiesen
Für Anleger ergeben sich dabei laut dem Triodos-Mann gleich mehrere Vorteile: "Sie investieren ihr Geld in Fonds, die nicht nur eine möglichst große positive Wirkung in Bezug auf Nachhaltigkeitsziele haben und dabei gleichzeitig klimaneutral sind. Die Fonds weisen auch ein mindestens genauso gutes Risiko-Rendite-Profil auf wie konventionelle Produkte." Dass Investments in nachhaltige Geldanlagen keinen Renditeverzicht bedeuten, sondern eher das Gegenteil der Fall sei, hätten nicht nur zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt, das habe sich auch sehr anschaulich in der aktuellen Coronakrise gezeigt.

Konkret sollen die von der Triodos Bank angebotenen Impact-Fonds eine möglichst große positive Wirkung in einem oder mehreren Bereichen der Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial, kulturell) erzielen und einen Beitrag zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) zu leisten. "Am Beispiel unseres Triodos Equity Fonds sieht man die deutlich positive Wirkung auf die SDGs durch Investments ausschließlich in ausgewählte Unternehmen, die ökologische und soziale Herausforderungen adressieren und Lösungen dafür anbieten", so Schürmann. Er betont, dass alle Fonds über ihre gezielte positive Wirkung hinaus einen sehr geringen Klimafußabdruck aufweisen.

Geringer CO2-, Wasser- und Müll-Fußabdruck
Beispielsweise habe der Triodos Global Equites Impact Fund im Vergleich zum MSCI World einen um 66 Prozent geringeren CO2-, einen um 55 Prozent geringeren Wasser- und einen um 51 Prozent geringeren Müll-Fußabdruck. Bei einem Investment von 10.000 Euro entspreche das bereits einer Ersparnis von umgerechnet etwa einer Autofahrt von 8.000 km, über 3.000 Duschvorgängen sowie dem Inhalt von sechs Mülltonnen.

"Wir wollen mit unserem CO2-neutralen Depot den doppelten Nutzen von nachhaltiger Geldanlage verdeutlichen", erläutert Schürmann. "Finanzielle Rendite und ein gutes Gewissen sind schon lange keine widersprüchlichen Ziele mehr." Die Triodos Bank biete ausschließlich Fonds an, die sich deutlich von vielen anderen "grünen" Aktienfonds unterscheiden. "Unsere Fonds gehen weit über branchenübliche Ansätze wie beispielsweise das 'Best- in-Class-Verfahren' hinaus und fokussieren stattdessen auf Aktien von Unternehmen, die einen tatsächlichen ökologisch-sozialen Mehrwert für die Gesellschaft bringen und nachhaltige Probleme konkret adressieren." (hh)